Hulk hogan vs. the rock: das match, das vor 24 jahren alle kritiker verstummen ließ

Es war der Tag, an dem ein vermeintlich abgehalfterter Superstar die Arena zum Kochen brachte. Vor 24 Jahren, am 17. März 2002, trat Hulk Hogan im Toronto SkyDome gegen The Rock an – und bewies, dass Legenden niemals wirklich sterben.

Ein comeback, das niemand wollte

Die Nachricht jagte im Frühjahr 2002 durchs Wrestling-Universum: Die WWE holt Hulk Hogan zurück. Zusammen mit Kevin Nash und Scott Hall, den übrigen Mitgliedern der legendären nWo. Die Reaktion war einhellig: Ein Fehler. „Zu alt, zu verbraucht, zu toxisch“, lautete das Urteil von Fans und Journalisten gleichermaßen. Hogan galt als körperlich am Ende, sein Ruf ruiniert durch Jahre interner Machtspiele und den spektakulären Crash von WCW, der mit seiner Fingerabdrücken belastet war. Die WWE aber ließ sich nicht beirren.

Die Vorbereitung lief heimlich, aber zielstrebig. Vince McMahon hatte ein Gespür für das, was andere nicht sehen wollten: Hogan war nicht nur ein Wrestler, er war eine Erinnerung. Ein lebendes Stück Popkultur. Und genau das sollte zum explosiven Höhepunkt werden.

Die nacht, in der hogan zum babyface wurde – ohne es zu planen

Die nacht, in der hogan zum babyface wurde – ohne es zu planen

68.000 Zuschauer im SkyDome. Das Match: „Icon vs. Icon“. Hogan, eigentlich als Heel angelegt, betrat die Arena – und das Publikum explodierte. Kein Buhruf, keine Verachtung. Stattdessen: „Hogan! Hogan! Hogan!“ Der Mann, der als Egomane galt, wurde zum verlorenen Sohn. Die Begegnung mit The Rock war kein klassisches Wrestling-Match. Es war ein Kollektiverinnerungsmoment. Die beiden Ikonen tauschten ihre Standard-Moves, aber das spielte keine Rolle. Die Atmosphäre war elektrisierend. Nach drei Rock Bottoms und einem People’s Elbow lag Hogan am Boden – und wurde trotzdem gefeiert. Als wäre er der Sieger.

Die WWE reagierte sofort. Noch in derselben Nacht kehrte Hall und Nash gegen Hogan, The Rock kehrte zurück, um ihn zu retten. Die Transformation war vollkommen: Hogan war wieder der Held der Kindheit – und das, obwohl er eigentlich der Bösewert sein sollte.

Das match, das cody rhodes bis heute nicht vergisst

Das match, das cody rhodes bis heute nicht vergisst

Die Konsequenzen folgen auf dem Fuß. Hogan wurde noch einmal Champion – 28 Tage lang. Die nWo-Version 2.0 floppte, Hall wurde entlassen, Nash verletzte sich. Doch das Match selbst? Unvergessen. Auch Cody Rhodes, heute WWE-Champion, sagt bis heute: „Hogan vs. Rock – das größte Match aller Zeiten. Ich traue keinem, der was anderes behauptet.“

Vor 24 Jahren bewies die WWE, dass Comebacks funktionieren können – wenn das Timing stimmt und das Publikum bereit ist zu träumen. Hogan war nicht mehr der Jüngste, nicht mehr der Schnellste. Aber er war wieder der Größte. Zumindest für eine Nacht. Und manchmal reicht das.