Barça verlängert mit flick bis 2028 – klubchef laporta zieht die reißleine

Hansi Flick bleibt, Punkt. Joan Laporta ließ am Dienstag im Radiosender RAC1 keinen Zweifel: Der FC Barcelona und der 61-jährige Coach einigen sich auf ein weiteres Jahr, der Vertrag läuft damit bis 2028. Die Unterschrift soll „bald“ folgen, versprach der Präsident – und bestätigte damit, was in Katalonien seit Wochen durch die Gänge raunt.

Kein dementi, nur leise töne

Flick selbst wollte den Coup auf der Pressekonferenz vor dem Champions-League-Rückspiel gegen Newcastle nicht offiziell machen. „Es ist nicht der richtige Zeitpunkt“, sagte er, „wir haben ein wichtiges Spiel.“ Doch zwischen den Zeilen klang alles wie ein längst besiegelter Deal. „Ich denke nicht daran, woanders hinzugehen. Das wird mein letzter Verein.“ Mehr Finalität geht nicht.

Die Ablöse von vier Punkten Vorsprung auf Real Madrid in LaLiga und das 1:1 im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League haben den Glücksgrad in Barcelona nach oben geschraubt. Nur der Ausfall im Copa-del-Rey nach dem spektakulären 0:4-Debakel gegen Atlético Madrid und der späte 3:0-Ehrensieg trüben die Bilanz. Doch intern zählt vor allem die spürbare Handschrift Flicks: Hoch tempo, klare Rollen, junge Spieler, die reifen.

Laportas machtwort – und ein besuch vor schluss

Laportas machtwort – und ein besuch vor schluss

Kurz vor dem Flug nach Newcastle stattete Laporta der Mannschaft einen Überraschungsbesuch ab. „Struktur gibt Stabilität“, kommentierte Flick den Klubchef-Gast. Die Botschaft war eindeutig: Wir halten zusammen, und ihr könnt euch auf Ruhe einstellen. Die Vertragsverlängerung ist dabei nur die logische Konsequenz aus einer Saison, in der Barça wieder nach vorn spielt – und in der Flick als Architekt gilt.

Die Zahl 2028 mag auf dem Papier wie ein kleiner Schritt wirken. In Wahrheit ist sie ein Machtsignal: Barcelona bindet den deutschen Erfolgstrainer länger als jeden Vorgänger seit Valverde. Und Flick? Er bekommt das, was er in München nie hatte: Zeit, Ruhe und ein Projekt, das ihn als letzte Station versteht. Wenn er 2028 geht, ist Schluss – das hat der Chef selbst gesagt.