Hsv hamburg nach flensburg-debakel: fehlender fokus und harte worte
Enttäuschung nach klarer niederlage gegen flensburg
Hamburg – Die HSV-Handballer mussten sich am vergangenen Wochenende der SG Flensburg-Handewitt mit 35:38 (14:20) geschlagen geben. Vor knapp 10.000 Zuschauern zeigte der HSV eine enttäuschende Leistung, die bereits die zweite Niederlage innerhalb von fünf Tagen bedeutete. Kapitän Niklas Weller (32) äußerte sich nach dem Spiel kritisch über die fehlende Fokussierung der Mannschaft. „Es fehlte so ein wenig der gemeinsame Fokus. Wir haben Fehler gemacht, weil wir uns nicht an unsere Absprache gehalten haben. Ich kann Totos (Trainer Torsten Jansen, d.Red.) Unmut verstehen, er hat völlig recht“, so Weller.

Zweite halbzeitgewinn konnte niederlage nicht verhindern
Die Partie verlief von Beginn an denkbar schlecht für den HSV. Bereits zur Halbzeitpause war mit einem Rückstand von sechs Toren (14:20) die Weichen für eine Niederlage gestellt. Obwohl die Hamburger die zweite Hälfte noch mit 21:18 für sich entscheiden konnten, reichte dies nicht aus, um die fünfte Niederlage in Folge zu verhindern. Die mangelnde Energie und Emotionen auf der Platte waren deutlich zu spüren.

Jansens kritik: es geht um die basis
Trainer Torsten Jansen (49) zeigte sich nach dem Spiel sichtlich verärgert und stellte sogar in Frage, ob alle Spieler alles gegeben hatten. Er forderte eine umfassende „Selbstreflexion“ und betonte, dass es derzeit nicht um taktische Details gehe. „Ich habe keinen Bock mehr, über irgendwelche taktischen Sachen zu sprechen, sondern da geht es um die reine Basis. Und wenn die da ist und das alles passt, dann können wir uns gern auch über irgendwelche taktischen Sachen oder über dies oder jenes unterhalten. Aber wenn man so spielt in der ersten Halbzeit, dann ist es egal, gegen wen man spielt.“

Weller beklagt fehlenden willen
Im Gespräch mit BILD äußerte sich Niklas Weller noch deutlicher. Er hatte den Eindruck, dass der „allerletzte Wille“ – jede Aktion mit Vollgas anzugehen, wach zu sein und den Fokus zu haben – momentan nicht vorhanden sei. Ein hartes Urteil, das die aktuelle Krise des HSV unterstreicht. Nach dem Derby wurde intensiv diskutiert, doch Weller betonte: „Am Ende geht es aber nur über gemeinsame Erfolgserlebnisse.“
Nächste herausforderungen für den hsv
Die kommenden Aufgaben für den HSV Hamburg sind anspruchsvoll. Auf das Team warten zunächst die Spiele gegen MT Melsungen (Sonntag, Barclays Arena, 15.30 Uhr, live bei Dyn/Anzeige), den TBV Lemgo Lippe und den TSV Hannover-Burgdorf. Es bleibt abzuwarten, ob der HSV in diesen Begegnungen wieder zu alter Stärke finden kann.
Eisenach und kiel: weitere ergebnisse im handball-oberhaus
Neben der HSV-Partie gab es weitere interessante Ergebnisse im Handball-Oberhaus. So setzte der Thüringer HC Eisenach mit einem 33:31-Sieg gegen den Bergischen HC ein Ausrufezeichen im Abstiegskampf. Außerdem gab es Drama um DHB-Star Hendrik Pekeler vom THW Kiel, der zunächst seinen Vertrag verlängerte, dann aber im Topspiel vom Platz flog.
