Skibergsteigen bei olympia: spaniens chancen und das wettkampfformat
Historischer moment: skibergsteigen feiert olympia-premiere
Ein neuer Stern am olympischen Himmel! Skibergsteigen erlebt seine Premiere bei den Olympischen Winterspielen in Mailand-Cortina 2026. Nach erfolgreichen Testläufen bei den Olympischen Winterjugendspielen in Lausanne 2020, wo 48 Athleten in drei Disziplinen (Einzel, Sprint und Mixed Relay) antraten, gab das Internationale Olympische Komitee (IOC) auf seiner 138. Sitzung in Tokio am 20. Juli 2021 die Aufnahme in das olympische Programm bekannt. Diese Entscheidung markiert einen wichtigen Schritt für die wachsende Popularität dieser anspruchsvollen Sportart.

Die ismf und die disziplinen im überblick
Die Internationale Skibergsteigerföderation (ISMF) umfasst aktuell 56 nationale Verbände. Ursprünglich gibt es fünf Disziplinen: Vertical, Einzel, Sprint, Mixed Relay und Team. Für die Olympischen Spiele in Mailand-Cortina wurden jedoch nur zwei ausgewählt: der explosive Sprint (männlich und weiblich) und das dynamische Mixed Relay. Insgesamt werden 36 Athleten (18 Männer und 18 Frauen) vom 19. Februar (Sprint) bis zum 21. Februar (Mixed Relay) in action sein.

Spanische medaillenhoffnungen: cardona, alonso & co.
Spanien rechnet sich bei beiden olympischen Disziplinen starke Chancen aus. Das Team um Oriol Cardona, Ana Alonso, Ot Ferrer und María Costa ist bestens vorbereitet. Cardona glänzt als doppelter Weltmeister, Gesamtsieger der Sprint-Weltcup 2025 und zweimaliger Kontinentalmeister. Im Mixed Relay sicherte sich Alonso mit ihrem Team bereits Silber bei der letzten Weltmeisterschaft und Gold bei der Europameisterschaft. Die spanische Mannschaft stellt eine ernstzunehmende Konkurrenz dar.

Das wettkampfformat: sprint im detail
Der Sprint ist in drei Phasen unterteilt: Qualifikation, Halbfinale und Finale. Die Qualifikation besteht aus drei Vorläufen mit jeweils sechs Athleten, die entsprechend ihrer olympischen Rangliste aufgestellt werden. Die drei besten jeder Gruppe sowie die drei schnellsten Läufer, die sich nicht direkt qualifizieren konnten, ziehen ins Halbfinale ein. Die Halbfinalen umfassen zwei Gruppen mit jeweils sechs Athleten. Die beiden besten jeder Gruppe und die zwei schnellsten Läufer, die nicht unter die ersten zwei kamen, erreichen das Finale. Im Finale kämpfen die sechs besten Athleten um die Medaillen.
Mixed relay: dynamik und teamgeist
Jedes Mixed-Relay-Team besteht aus einer Frau und einem Mann, die in folgender Reihenfolge antreten: Frau – Mann – Frau – Mann. Die Teams starten in zwei Reihen, die Startpositionen werden nach der olympischen Rangliste des Mixed Relay bestimmt. Nach dem gemeinsamen Start absolviert jeder Athlet zwei Runden mit zwei Anstiegen und zwei Abfahrten. Der Wechsel erfolgt, indem der ankommende Athlet den nächsten Läufer berührt.
Die streckenprofile: sprint und relay
Der Sprintkurs hat eine Länge von 750 Metern und überwindet einen Höhenunterschied von 70 Metern (von 1.215 m auf 1.285 m). Die Athleten bewältigen zunächst einen Anstieg, gefolgt von einem technischen Abschnitt mit Hindernissen (“Diamanten”). Anschließend müssen sie ihre Skier abnehmen und eine steile Schneestufe überwinden, bevor sie die Skier wieder anlegen und einen weiteren Anstieg hinaufsteigen, um schließlich die Felle zu entfernen und bis ins Ziel abzufahren. Der Relaykurs ist 1.500 Meter lang und führt von 1.215 m auf 1.295 m Höhe. Jeder Athlet muss einen 475 Meter langen Anstieg bewältigen, bevor er die Felle entfernt und eine 325 Meter lange Abfahrt hinunterfährt. Nach dem Wechsel der Felle folgt ein weiterer Abschnitt mit Hindernissen und eine kurze Schneestufe, bevor die Skier wieder angelegt werden und eine zweite Abfahrt (425 Meter) zur Übergabe an den nächsten Läufer führt. Im letzten Abschnitt sprintet der Athlet direkt ins Ziel.
Wichtige termine und strafen
Sprint und Mixed Relay finden am 19. Februar statt. Ab 9:50 Uhr beginnen die Qualifikationsläufe der Damen, gefolgt von den Herren. Ab 12:55 Uhr stehen die Halbfinalen und Finals auf dem Programm. Das Mixed Relay wird am 21. Februar um 13:30 Uhr ausgetragen. Bei Fehlverhalten oder technischen Mängeln drohen Strafen, die von Disqualifikation bis hin zu einer Zeitstrafe von 3 bis 30 Sekunden reichen können. Häufige Strafen sind das Anlegen der Skier außerhalb der Übergangszone, das falsche Platzieren der Stöcke oder das unsachgemäße Verstauen der Felle.
