Hoffenheim patzt: tietz schnibbelt kraichgauer aus der champions-league-zone!

SGE Hoffenheim hat im eigenen Stadion einen bitteren Rückschlag im Kampf um die Königsklasse kassiert. Die TSG verlor gestern Abend gegen den FSV Mainz 05 mit 1:2 und droht, den Anschluss an die internationalen Plätze zu verlieren. Ein Doppelpack von Philipp Tietz entschied die Partie zugunsten der Mainzer, die damit ihre beeindruckende Serie in der Bundesliga fortsetzen.

Die luft scheint raus: ilzers mannschaft im fehlstart

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Die Hoffenheimer, die zuletzt gegen Heidenheim einen glücklichen Sieg feierten, wirkten von Beginn an verunsichert. Die Abwehrwache um Prömel und Mwene hatte mit der Geschwindigkeit und Präzision von Tietz zu kämpfen. Der Stürmer nutzte die Unaufmerksamkeiten der TSG-Defensive eiskalt aus und brachte Mainz in Führung (13. Minute). Ein kurzes Aufbäumen der Gastgeber durch Fisnik Asllanis Ausgleichstreffer (23. Minute) konnte die Mainzer nicht lange beunruhigen.

Tietz im Fokus: Der Angreifer war der Mann des Spiels und bewies seine Torjägerqualitäten. Seine beiden Treffer waren nicht nur technisch versiert, sondern auch taktisch klug ausgespielt. Die Hoffenheimer Abwehr wirkte schlichtweg zu passiv und ließ ihm zu viel Raum.

Urs Fischer, der Trainer von Mainz, zeigte sich nach dem Spiel zufrieden, mahnte aber zur Bescheidenheit. „Wir waren mal Letzter, jetzt sind wir Elfter“, betonte er. „Aber abgerechnet wird erst am letzten Spieltag. Wir müssen uns auf jedes Spiel konzentrieren und jeden Punkt holen.“ Die Mainzer präsentierten sich als eine Mannschaft, die sich gefunden hat und mit Selbstvertrauen in die kommenden Aufgaben geht, insbesondere angesichts des Conference-League-Viertelfinales gegen Straßburg am Donnerstag.

Die Hoffenheimer hingegen stehen vor einer schwierigen Aufgabe. Die Niederlage wirft einen Schatten auf die Ambitionen der TSG und zeigt, dass der Weg in die Champions League noch lang ist. Die Leistung nach dem frühen Rückstand war erschreckend. Zwar versuchte Ilzer mit der Einwechslung von Kramaric frischen Wind zu bringen, doch die offensive Durchschlagskraft fehlte merklich. Ein Pfostenschuss von Burger (81.) war letztendlich zu wenig, um das Blatt zu wenden. Mainz konterte eiskalt und stellte den Spielstand auf 2:1.

Die Tatsache, dass Mainz, das sich noch vor kurzem im Abstiegskampf befand, nun so souverän auftritt, unterstreicht die Schwankungen in der Bundesliga und die Bedeutung jedes einzelnen Spiels. Die Hoffenheimer müssen sich nun dringend wieder fangen, wenn sie ihre Träume von der Königsklasse nicht endgültig begraben wollen.