Tsg hoffenheim patzt im heimspiel – mainz nutzt chance!
Ein Schock für die TSG Hoffenheim: Im Kampf um die begehrten Champions-League-Ränge haben die Kraichgauer im eigenen Stadion gegen den FSV Mainz 05 überraschend mit 1:2 verloren. Die Niederlage wirft ernsthafte Fragen auf, ob der Coup noch gelingt.
Mainz nutzt die schwäche der tsg geschickt
Phillip Tietz war der Mann des Tages im Mainz-Trikot. Mit einem Doppelpack in der 13. und 79. Minute sorgte er für die Entscheidung. Fisnik Asllani hatte zwischenzeitlich für Hoffenheim ausgeglichen (23.), doch sein Tor war nicht genug, um die drohende Niederlage abzuwenden. Die Mainzer, die sich im Abstiegskampf befinden, präsentierten sich als äußerst bissig und taktisch klug – ein deutliches Zeichen ihrer Entschlossenheit, den Klassenerhalt zu sichern.
Besonders bitter für Hoffenheim ist, dass es die erste Niederlage in dieser Saison war, in der sie zwei Spiele in Folge verloren haben. Die letzten sechs Partien brachten lediglich einen Sieg, und der war gegen das Schlusslicht Heidenheim. Damit wird der Kampf um Platz vier, der die Tür zur Königsklasse öffnet, immer schwieriger. Die Ambitionen der Ilzer-Elf scheinen im Saisonendspurt zu verpuffen.

Fischer mahnt zur bescheidenheit, während mainz weiter punktet
Währenddessen atmet der FSV Mainz auf. Mit nun 33 Punkten rückt das Ziel Klassenerhalt immer näher. Der Erfolg ist umso bemerkenswerter, da das Team von Urs Fischer im sechsten Ligaspiel in Folge ungeschlagen blieb. Vor dem Viertelfinal-Hinspiel in der Conference League gegen Racing Straßburg (Donnerstag, 21.00 Uhr/RTL+) betonte Fischer die Bedeutung von Demut: „Wir waren mal Letzter, jetzt sind wir Elfter“, so der Coach, „aber abgerechnet wird nach 34 Spieltagen. Geschafft ist noch gar nichts.“
Im Spiel gegen Hoffenheim bewies Mainz, dass sie sich nicht unterkriegen lassen. Ohne den verletzten Nadiem Amiri kämpften sie bissig in den Zweikämpfen und standen defensiv kompakt. Die frühe Führung durch Tietz, die er nach einer präzisen Flanke von Philipp Mwene eiskalt ins Netz zimmerte, gab Mainz zusätzlich Selbstvertrauen. Die Hoffenheimer wirkten zunächst geschockt und hatten Probleme im Kombinationsspiel. Ein Wechselspiel der Chancen folgte, wobei Alexander Prass und Albian Hajdari für Hoffenheim sowie Jae-sung Lee und Paul Nebel für Mainz gefährlich waren.
Der zweite Durchgang begann ebenfalls mit einem Angriff der Mainzer, wobei Stefan Posch freistehend vergab. Im weiteren Verlauf wurde das Spiel zusehends munterer, doch die Torraumszenen blieben rar. Erst Tietz' zweiter Treffer, der resultierte aus seinem eigenen Schuss, brachte die endgültige Entscheidung.
Die TSG Hoffenheim muss sich nun fragen, wie sie den verpassten Chancen noch nachträglich entgegenwirken kann. Der Druck steigt, und die Konkurrenz schläft nicht.
