Hoeneß schießt gegen nagelsmann – kimmich-debatte eskaliert!
München – Der FC Bayern ist im Dauerstress, und die Querelen um die Personalie Joshua Kimmich heizen die Gemüter weiter an. Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat Julian Nagelsmann, den Bundestrainer, scharf kritisiert und dessen Entscheidung, Kimmich als Rechtsverteidiger einzusetzen, als fatal bezeichnet. Ein Schlagabtausch, der die Fußballnation spaltet.

Die position macht den spieler? hoeneß' klare ansage
Hoeneß ließ im Spiegel-Spitzengespräch keine Zweifel daran, dass Kimmich im Mittelfeld gebraucht wird. „Ich würde Joshua auf keinen Fall da verbrennen“, erklärte der ehemalige Bayern-Boss. Seine Begründung: Als Rechtsverteidiger könne Kimmich seine Führungsqualitäten und seine spielgestaltende Kraft nicht voll entfalten – Eigenschaften, die ihn beim FC Bayern so wertvoll machen. Die Vorstellung, den vermeintlichen Schlüsselspieler des Nationalteams auf einer Position zu opfern, die nicht zu seinen Stärken gehört, scheint Hoeneß schlichtweg unerträglich.
Die Kritik kommt zu einem brisanten Zeitpunkt, kurz vor dem DFB-Pokalfinalegegen den VfB Stuttgart. Doch Nagelsmann ließ sich von den Worten des Ehrenpräsidenten nicht beirren. Er betonte, dass er regelmäßig und offen mit Kimmich kommuniziere und dass der Spieler seine Rolle im Team akzeptiere. „Es ist wichtig, was ich mit Joshua bespreche und dass der Joshua weiß, was sein Job ist und das Joshua damit fein ist. Das ist er“, so Nagelsmann vor dem Pokalfinale.
Nagelsmann verwies zudem auf erfolgreiche Partien, in denen Kimmich als Rechtsverteidiger überzeugte, wie beispielsweise das 6:0 gegen die Slowakei. „Dann bin ich in dem Fall sehr fein mit meiner Kommunikation mit Joshua“, erklärte der Bundestrainer, was als subtile Antwort auf Hoeneß' Vorwürfe gewertet werden kann. Die Frage ist, ob diese diplomatische Lösung den Konflikt wirklich entschärft oder ob die Diskussion um Kimmichs optimale Position weiter für Unruhe sorgen wird.
Die Meinungen gehen auseinander. Während Hoeneß auf die taktische Bedeutung von Kimmich im Zentrum pocht, sieht Nagelsmann in der Flexibilität des Spielers eine wertvolle Option für seine Taktik. Die Heim-EM im kommenden Jahr steht vor der Tür, und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Ob Kimmich dann tatsächlich als Rechtsverteidiger aufläuft oder doch im Zentrum seine Klasse beweist, bleibt abzuwarten. Fest steht: Die Debatte um den Nationalspieler wird die Fußballwelt noch lange beschäftigen.
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