Heidenheim schlägt berlin: überraschung im abstiegskampf!
Ein Paukenschlag aus dem Tabellenkeller! Der 1. FC Heidenheim hat Union Berlin mit 3:1 (2:0) besiegt und damit eine über vier Monate andauernde Durststrecke beendet. Der Tabellenletzte schickte im Saisonendspurt ein deutliches Lebenszeichen und weckte zaghafte Hoffnungen auf den Klassenerhalt. Die Partie offenbarte nicht nur die kämpferische Bereitschaft der Heidenheimer, sondern auch die angespannte Lage der Eisernen im Abstiegskampf.

Honsak im rampenlicht: doppeltorschütze führt heidenheim zum sieg
Die Freude in Heidenheim ist riesig. Vor allem, weil man gegen Union traditionell gut punktet – und das tat man auch am Samstag. Bereits in der neunten Minute brachte Mathias Honsak die Gastgeber in Führung, nachdem Marvin Pieringer eine präzise Flanke geliefert hatte. Kurz vor der Pause erhöhte Honsak seine Torausbeute auf zwei Treffer, womit sich Heidenheim eine komfortable Ausgangsposition schaffte. Die Berliner wirkten von Beginn an geschockt und fanden kaum Mittel, um das Spiel zu kontrollieren.
Aber es gab auch einen Schreckmoment für die Heidenheimer: Unions Derrick Köhn verfehlte in der zweiten Minute das Tor knapp. Doch Heidenheim nutzte die Chance, das Spiel zu übernehmen. Marnon Busch verpasste zwar eine weitere Torchance, dennoch wirkte das Team von Trainer Frank Schmidt mit der Führung im Rücken ausgesprochen souverän. Defensiv ließ man kaum etwas zu.
„Das zu ertragen, ist wirklich schwierig“, gestand Schmidt nach dem Spiel, angesichts der monatelangen Negativserie. Er forderte von seinen Spielern, „bis zum Schluss zu kämpfen und immer Vollgas dagegenzuhalten“. Seine Mannschaft hörte zu und zeigte eine Reaktion, die in den jüngsten Unentschieden gegen Leverkusen und Gladbach angedeutet wurde. Die Eisernen konnten erst nach über einer Stunde durch Leopold Querfeld zum 1:2 verkürzen. Doch Budu Siwsiwadse stellte den Spielstand kurz darauf wieder auf 3:1 – endgültig.
Die Hoffnung auf den Klassenerhalt ist zwar noch gering, mit sechs Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz St. Pauli, doch der Sieg gegen Union gibt neuen Mut. St. Pauli empfängt am Abend den FC Bayern, während Heidenheim in fünf Spieltagen auch noch in Hamburg zu Gast sein wird. Das Team von Frank Schmidt muss jetzt alles daran setzen, diese Chance zu nutzen. Denn eines ist klar: Der Kampf um den Klassenerhalt ist noch lange nicht entschieden.
