Hcd verpasst titel knapp: sieben spieler stechen trotz niederlage hervor
Ein Herzschlag fehlte dem HCD. Nach zwei Matchbällen in Spiel6 gegen Fribourg verpassten die Bündner die Meisterschaft durch eine knappe Niederlage in Spiel 7. Ein einziger Treffer trennte sie am Ende vom großen Jubel – eine bittere Pille für die Fans, aber auch ein Beweis für eine außergewöhnliche Saison.

Die helden des hcd: mehr als nur ein finalist
Auch wenn der Pokal in diesem Jahr nicht nach Davos ging, dürfen die Spieler des HCD stolz auf ihre Leistungen sein. Besonders sieben Akteure stachen in dieser Saison heraus und trugen maßgeblich zum Erfolg des Teams bei. Ihre individuellen Leistungen verdienen höchste Anerkennung.
Sandro Aeschlimann, der Goalie, war in der Regular Season bereits zweitbester Keeper der Liga mit einer Fangquote von 92,52 Prozent. Auch wenn er im Finalspiel 7 eine schwächere Partie hatte (86,96 Prozent), war er im Halbfinale gegen die ZSC Lions schlichtweg überragend und verdrängte sogar Simon Hrubec. Ohne seine Leistung wäre eine Verlängerung in vielen Spielen wohl nicht möglich gewesen.
Lukas Frick, der produktivste Schweizer Verteidiger der Liga in der Regular Season, bewies auch in den Playoffs sein Können. Nach anfänglichen Schwierigkeiten steigerte er seine Leistung kontinuierlich und war besonders im Finale wieder als treffsicherer Verteidiger gefragt. Sein Assist zum Anschlusstreffer in Spiel 7 hielt die Hoffnung am Leben.
Calle Andersson, der Sohn von Peter Andersson, hat sich endgültig bei den Bündnern etabliert. Mit seiner Schweizer Lizenz und seinen starken Leistungen, darunter 15 Punkte in der Regular Season und zwei Tore und sieben Assists in den Playoffs, ist er eine feste Größe im Team. Sein entscheidender Ausgleichstreffer im siebten Spiel zeigt sein Können im entscheidenden Moment.
Matej Stransky, der Kapitän, zeigte in seiner letzten Saison beim HCD noch einmal, was in ihm steckt. Mit 53 Punkten in der Regular Season war er eine der treibenden Kräfte im Team. Seine Spezialbewachung durch Fribourg während der Finalserie zeugt von seinem gefährlichen Schuss. Sein Tor in Spiel 5 beim unglaublichen Comeback nach 0:3 Rückstand wird lange in Erinnerung bleiben.
Yannick Frehner, der lange nicht zu den Schlüsselspielern gehörte, entfachte in den Playoffs sein unbändiges Feuer. Sein Tor, sein Assist und seine zahlreichen Puck-Eroberungen trugen maßgeblich zu Davos' Chance im sechsten Spiel bei. Er gab dem Team den Glauben zurück, selbst in aussichtslosen Situationen kämpfen zu können.
Adam Tambellini, der Kanadier, der lange auf seine Chance warten musste, nutzte seinen Einsatz im Finale optimal. Nach seinem Overtime-Winner in Spiel 5 bewies er sein Können und bereitete dem Trainer den nötigen Vertrauensvorschuss.
Enzo Corvi, dessen Saison eigentlich bereits beendet schien, kehrte überraschend in den Final wieder und glänzte mit seiner Ruhe und seinem Bully-Können. Sein Comeback hätte die Krönung verdient, blieb ihm aber verwehrt.
Die Niederlage mag schmerzen, aber die Saison des HCD war dennoch eine Erfolgsgeschichte. Die Leistungen dieser sieben Spieler unterstreichen den Teamgeist und die individuelle Klasse, die den HCD so erfolgreich gemacht haben. Die Zukunft verspricht weitere spannende Momente im Schweizer Eishockey.
