Enrique explota a la prensa: "scheiß-meinung!"
Paris. Luis Enrique, der Trainer von Paris Saint-Germain, hat nach dem spektakulären 5:4-Sieg im Hinspiel der Champions League-Halbfinale gegen den FC Bayern München für Aufsehen gesorgt – und das nicht nur wegen des Spielstands. In einer hitzigen Pressekonferenz ließ der Spanier seiner Frustration freien Lauf und schoss gegen Kritiker, die die defensive Leistung beider Mannschaften bemängelt hatten.
Die reaktion des trainers: eine unmissverständliche ansage
„Das ist eine Scheiß-Meinung!“, polterte Enrique am Freitag, sichtlich aufgebracht. Die Enttäuschung über die Art und Weise, wie seine Mannschaft in der Defensive gewackelt hatte, schien ihn sichtlich zu überwältigen. „Ich denke, dass man nicht jede Meinung respektieren muss, wenn sie so ist“, fügte er hinzu, während er seine Überzeugung betonte, dass die Mehrheit der Fans diesen Offensivfußball schätze – und er gehöre dazu.
Im Klub-TV von PSG führte Enrique seine Argumentation weiter aus. Er wies darauf hin, dass die Defensiven beider Teams trotz der Gegentore zu den besten der Liga gehören. „Man könnte denken, dass es für die Defensiven eine Katastrophe war, aber wir haben die beiden besten Defensiven mit Arsenal gesehen.“ Seine Analyse war unmissverständlich: Das Spiel war großartig, die Leistung des FC Bayern war herausragend.
Besonders hervorhob Enrique die Leistungen von Bayerns Angreifern: „Schaut euch an, wie Kane und Dembélé verteidigt haben, unglaublich!“, lobte er die Leistungen der Münchner Offensivkräfte. Die Diskussion um die taktischen Schwächen beider Mannschaften wies er entschieden zurück. Stattdessen konzentrierte er sich auf die Glanzleistungen und die unglaubliche Intensität des Spiels.
Wayne Rooney hatte das Hinspiel bei „Prime Video“ kritisiert und bemängelt, dass „das Verteidigen von beiden Teams wirklich schlecht“ gewesen sei. Frédéric Hermel vom „AS“ bezeichnete das Spiel als „Symbol der TikTok-Generation“, in der „Innehalten und Nachdenken verboten“ seien. Enrique ließ sich davon jedoch nicht beirren.

Bayern als stärkster gegner: enrique zeigt respekt
Trotz der vier Gegentore betonte Enrique seine „Zufriedenheit“ mit dem Ergebnis. „Das war ein einzigartiges Match. Normalerweise brauche ich drei Stunden für eine Spiel-Analyse, dieses Mal brauche ich fünf Stunden“, gestand er. Er nannte den FC Bayern „die beste Mannschaft, auf die ich getroffen bin, seitdem ich bei PSG bin“, und lobte die Qualitäten der Münchner sowohl offensiv als auch defensiv. Der Asturier zeigte damit seinen Respekt vor dem Gegner und betonte die Schwierigkeit, gegen eine Mannschaft wie Bayern zu bestehen. Er nannte Hakimi eine „Maschine“ und verwies auf mögliche Alternativen wie Zaire-Emery und Hernandez, falls der Rechtsverteidiger im Rückspiel ausfällt.
Die Partie offenbarte auch die Notwendigkeit, die taktischen Optionen anzupassen. Enrique, der seit Juli 2023 bei PSG tätig ist, steht nun vor der Aufgabe, seine Mannschaft auf das Rückspiel in München vorzubereiten und die Schwächen in der Defensive zu schließen. Denn eines ist klar: Der Titelkampf in der Champions League ist noch lange nicht entschieden.
