Hc eintracht hildesheim schlägt zu: buschhaus kommt aus essen
Luis Buschhaus wechselt im Sommer von TUSEM Essen in die 3. Liga zu HC Einracht Hildesheim. Der 21-jährige Halblinke unterschreibt einen Zweijahresvertrag und soll die Abwehr stabilisieren – sowie vorne für Druck sorgen.

Warum hildesheim auf buschhaus setzt
Daniel Deutsch, Trainer und sportlicher Leiter, spricht klare Sprache: „Luis ist physisch stark, gibt uns Sicherheit in der Deckung und wird vorne reifen.“ 192 cm, 47 Tore in 14 Spielen für die SGSH Dragons, dazu zwölf Treffer in der 2. Bundesliga für TUSEM – das ist keine Schnäppchen-Statistik, sondern ein Statement. Die Essener „Ruhrpott-Schmiede“ liefert einen Spieler, der bereits gegen Männer traf, nun gegen Liga-Three-Gegner punkten soll.
Die Personalie passt ins Konzept. Nach Thorge Lutze und Ben Kremen ist Buschhaus der dritte Neue im Rückraum. Hinzu kommt Luca Hopfmann, dazu Petar Juric – eine Rotation, die Deutsch flexibel machen will. „Wir bauen kein Kollektiv von Einzelkämpfern, sondern eine Einheit, die in zwei Minuten das Tempo wechseln kann“, sagt er. Der Klub will nicht nur den Klassenerhalt, er will nach vorn.
Die Verhandlungen laufen weiter. Deutsch nennt keine Namen, aber er kündigt an: „In einigen Fällen können wir bald unterschreiben.“ Der Kader bekommt Kontur, das Budget ist limitiert, deshalb zählt jede Entscheidung doppelt. Buschhaus kostet keine Ablöse, nur Gehalt – ein Geschäft mit geringem Risiko und großer Chance.
Für Buschhaus selbst bedeutet der Schritt mehr Spielzeit und eine klare Rolle. In Essen war er Teil eines Konstrukts mit Zweitspielrecht, in Hildesheim soll er zur Leitfigur heranwachsen. Die 47 Tore sind kein Zufall, sie entstanden aus Tempo-Gegenstößen und klaren Siebenmetern. Deutsch will genau diese Effizienz, nur eben über 34 Spieltage.
Die Fans reagieren euphorisch. Die Nachricht ging am Mittwochabend online, binnen einer Stunde war das Foto mit Buschhaus in Eintracht-Trikot tausendfach geklickt. Die Saisonkarten-Anfrage stieg um 15 Prozent – ein Nebeneffekt, der dem Vorstand gefällt. Sponsoren zeigen sich offen für Gespräche, weil der Klub Signalwirkung sendet: Wir denken nicht klein, nur weil wir in Liga drei spielen.
Die Konkurrenz schaut auf. Der VfL Lübeck, direkter Konkurrent im Kampf um die Aufstiegsrelegation, stockt ebenfalls auf. Es wird ein Wettlauf, wer bis September die tiefere Bank hat. Deutsch lacht: „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, jetzt sind die anderen am Zug.“
Der Countdown läuft: Noch vier Monate bis zum ersten Pflichtspiel. Buschhaus trainiert bereits individuell mit Essener Betreuern, um in Hildesheim sofort voll durchzustarten. Seine Ziele sind klar: 100 Tore in der Saison, Play-off-Teilnahme, und dann vielleicht der nächste Schritt zurück in die zweite Liga – nur diesmal mit Eintracht-Pelz. Die Zahlen sprechen für ihn, der Klub setzt auf ihn, die Liga soll sich warm anziehen.
