Gummersbach stürmt die handball-bundesliga: titelträume und punkterekord im blick!

Die Handball-Fans im Vestischen Kreis dürfen sich aktuell an die glorreichen Zeiten des VfL Gummersbach erinnern. Der frühere Europapokalsieger und deutsche Meister katapultiert sich mit beeindruckender Form in der Handball-Bundesliga nach oben und spielt plötzlich eine absolute Hauptrolle. Nur eine Niederlage und ein Unentschieden in dieser Saison – das sind die schwindelerregenden Zahlen, die den Aufstieg belegen.

Ein blick nach oben: platz drei ist realistisch

Nach dem hart erkämpften 26:22-Sieg bei der HG Erlangen ist der vierte Platz in der Tabelle für die Mannschaft von Trainer Guðjón Valur Sigurðsson nicht mehr zu nehmen. Platz vier, das ist das beste Ergebnis für den Traditionsverein seit 19 Jahren! Damals, unter der Leitung des heutigen Bundestrainers Alfreð Gíslason, war der VfL ebenfalls Vierter, punktgleich mit den SG Flensburg-Handewitt. Nationalspieler Tom Kiesler schaut aber noch weiter: „Wir versuchen, die letzten drei Spiele zu gewinnen. Das, was in unserer Kraft steht, versuchen wir. Wenn es noch für Platz drei reicht, sind wir natürlich superhappy.“

Allerdings: Die Füchse Berlin, mit zwei Punkten Vorsprung und einem Spiel weniger sowie einem deutlich besseren Torverhältnis, stellen eine ernstzunehmende Hürde dar. Die kommende Länderspielpause unterbricht den Schwung, denn Kiesler wird mit der Nationalmannschaft zweimal gegen Dänemark antreten. „Wir sind auf jeden Fall bereit. Das wird ein hartes Duell für uns alle, aber wir freuen uns darauf“, so der Defensivspezialist.

Erinnerungen an die glanzzeiten: heiner brand und die welle

Erinnerungen an die glanzzeiten: heiner brand und die welle

Der aktuelle Höhenflug erinnert unweigerlich an die absolute Spitze des VfL Gummersbach, an die Zeiten unter Heiner Brand. Die Mannschaft reitet ihre eigene Welle, zeigt eine beeindruckende Entwicklung und überzeugt mit Leidenschaft und taktischer Disziplin. Die letzten drei Spiele gegen Minden, Magdeburg (beide auswärts) und die Rhein-Neckar Löwen werden entscheidend sein.

Mit drei Siegen könnte der VfL sogar den Punkterekord aus dem Jahr 2006/2007 knacken. Damals standen am Ende stolze 51 Punkte zu Buche. Aktuell stehen 46 Punkte auf dem Konto – ein Zeichen dafür, dass in Gummersbach die Zeiten des Umbruchs vorbei sind und eine neue Ära des Erfolgs beginnt. Die Handball-Bundesliga hat einen neuen, aufstrebenden Konkurrenten bekommen.