Zubimendi sitzt: 70-millionen-mann plötzlich draußen – arsenal zieht den stecker
70 Millionen Euro teuer, 4.178 Minuten gespielt, sechs Tore, drei Vorlagen – und jetzt? Bank. Martín Zubimendi, lange als letztes Puzzleteil im Titelrennen gehandelt, wurde von Mikel Arteta in der heißen Phase der Saison aussortiert. Dreimal in Folge durfte der Spanier zuschauen, zuletzt gegen West Ham nach 28 Minuten rein, nach 67 wieder raus. Ein Wechsel, der weh tut.
Arteta erklärt die demontage mit eisernem ton
„Ich weiß, wie hart das für ihn ist“, sagt der Arsenal-Coach, „aber ich muss das Spiel gewinnen, nicht Freundschaften pflegen.“ Gegen Atlético hatte er bereits in der zweiten Halbzeit des Viertelfinal-Rückspiels auf Myles Lewis-Skelly umgestellt – 17 Jahre jung, ungestüm, nach vorne statt quer. Die Rechnung ging auf. Thierry Henry liefert das passende Bild: „Zubimendi wartet ab, Lewis-Skelly dreht sich sofort nach vorn – das ist der neue Arsenal-Turbo.“
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Ohne den Basken gewann das Team alle drei Partien, schoss sieben Tore und kassierte nur eins. Gary Lineker zieht den Schlussstrich: „Der Unterschied ist nicht subtil, er ist brutal. Arsenal tritt plötzlich eine Gang höher.“

Der spurwechsel kommt zur worst time für zubimendi
Für den 24-Jährigen ist der Sturz aus dem Gleichgewicht. Er hatte sich vorgenommen, Tore zu erzwingen, lief dafür mehrere Kilometer zusätzlich pro Spiel – und wurde trotzdem zum Luxus-Reservisten degradiert. Intern heißt es, er nehme es professionell hin, trainiere weiter Vollgas. Doch wer im Mai auf der Bank sitzt, kann die Champions-League-Finale-Elf vergessen. Sein Beraterstab hat bereits erste Anfragen aus Spanien und Deutschland sortiert.
Arteta aber bleibt hart: „Wenn wir in zwei Wochen Pokale holen, fragt keiner mehr nach Minuten.“ Die Botschaft ist klar: Der Trainer setzt auf Frische statt Folklore. Zubimendis 70-Millionen-Transfer verkommt zur Nebensache – solange der Pokal im Mai nach London kommt.
Am Ende zählt nur das Resultat. Und das lautet: Bank, 40 Minuten, Auswechslung, Sieg. Ein Teuer-Einkauf wird kurzerhand zum Leihgast der eigenen Erfolgsmasche. Wenn Arsenal Meister wird, ist Zubimendi trotzdem Champion – nur ohne Heldenrolle.
