Gummersbach erzwingt kurs auf europapokal – sieben-serie schockt liga

Der VfL Gummersbach schreibt Handball-Geschichte vom alten Schlag: Sieben Siege nacheinander, Platz vier, und kein Ende in Sicht. Beim 31:24 in Melsungen zerlegte der Traditionsclub die MT am Freitagabend und schob sich an Rekordmeister Kiel sowie dem TBV Lemgo vorbei – 35:13 Punkte sprechen eine deutliche Sprache.

Miro schluroff lässt melsungen alt aussehen

Miro schluroff lässt melsungen alt aussehen

Schluroff, Nationalmannschaft und Gummersbachs Linkshänder mit dem scharfen Blick, traf sieben Mal. Seine Siebenmeter hämmerte er wie Nagel ins Sargbrett der Gastgeber. Julian Köster legte fünf Treffer obendrauf, beide bilden das neue Gerüst eines Teams, das vor zwei Jahren noch mit dem Abstieg flirtete.

Die Zahlen sind gnadenlos: 14:10 zur Pause, danach ein 17:10-Lauf, der die Partie endgültig brach. Gummersbach läuft wie aufgedreht: Gegen Kiel gewonnen, Flensburg besiegt, nun Melsungen demontiert. Der VfL spielt nicht mehr gegen den Abstieg, sondern für Europapokal-Luft.

Die MT kassiert die zweite Niederlage im dritten Spiel und bleibt bei 28:22 Zählern stehen. Trainer Heiko Grimm sucht nach Erklärungen, doch seine Abwehr wirkte gegen Gummersbachs flinke Außen wie gelähmt. Es fehlte die zweite Welle, es fehlte die Antwort auf Schluroff.

Die Tabelle lügt nicht: Gummersbach ist jetzt Vierter, nur drei Punkte hinter Spitzenreiter Magdeburg. Die Serie ist längst kein Zufall mehr, sondern Manifest eines neuen Selbstverständnisses. Wer jetzt noch von Zwischenhohen spricht, versteht das Spiel nicht. Der VfL ist zurück – und diesmal ohne Happy-End-Versprechen, sondern mit eiserner Siegesmentalität.