Düsseldorfer eg zerbricht an landshut – traum vom sofortigen wiederaufstieg geplatzt

3:7. Die Zahlen brennen sich in die Netzhaut der DEG-Fans. Die achtmalige deutsche Meisterin kassiert daheim eine Klatsche, verpasst die Playoffs und muss ein weiteres Jahr in der DEL2 verbringen.

Landshut demontiert den altmeister

Schon das erste Spiel in Niederbayern war eine Demontage: 1:4. Doch was sich am Freitag in der PSD Bank Arena abspielte, war kein Hockeyspiel mehr, es war eine öffentliche Vorstellung. Die Mannschaft von Uwe Krupp spielte, die DEG war nur Statist. Drei Tore in den ersten 24 Minuten, dann folgte das 0:4. Die Anhangsrufe verstummten, nur noch das metallische Klappern der Scheiben war zu hören.

Rich Chernomaz, frisch zum Sportdirektor befördert, stand hinter der Bande wie erstarrt. Sein Nachfolger Harry Lange wechselte, schrie, veränderte Systeme – nichts fruchtete. Landshut hingegen spielte jeden Konter eiskalt aus. Die DEG-Abwehr wirkte wie gelähmt, Torhüter Mathias Niederberger war bei jedem Schuss einen Tick zu spät.

27 Jahre warten die niederbayern

27 Jahre warten die niederbayern

Für Landshut ist die Welt noch in Ordnung. 1970 und 1983 deutscher Meister, zuletzt 1998 in der DEL, nun der Sprung in Richtung Oberhaus. Die Lizenz liegt bereits beim DEB, das Papier ist unterschrieben. Die Stadt an der Isar träumt wieder von Helmut de Raaf und Erich Kühnhackl, von Eiszeiten, in denen die Arena am Gutenbergweg bebte.

Die DEG muss zurück in die Realität. Platz neun in der Hauptrunde, zwei Playoff-Niederlagen, Saisonende vor dem Frühjahrsbeginn. Die Millionen der Sponsoren, das neue Trainingszentrum, die Marketing-Kampagne „Zurück nach oben“ – alles Makulatur. Die Fans verlassen die Halle mit leeren Blicken, einige werfen ihre Schals aufs Eis. Die Saison 2026/27 beginnt in neun Monaten. Für Düsseldorf zählt nur die DEL2.