Guaguas zwingt perugia in die knie: fünf-satz-drama in las palmas

CV Guaguas hat den Champion Sir Sicoma Monini Perugia vor den Abgrund gestellt. Die Kanarischen Falken zwangen den Weltklub in einem Thriller über fünf Sätze – und schicken die Champions League ins Tie-Break von Umbrien.

Juantorena und ramos treiben die inselhelden an

Osmany Juantorena zeigt sich zwei Jahre nach seinem letzten Europacup-Halbfinal-Einsatz als Dauersäge. Der Kubaner schlägt vom Aufschlag bis zur Diagonalen alles zusammen, was ihm Perugia hinhält. 23 Punkte stehen am Ende auf seiner Habenseite. Dabei hätte alles ganz anders aussehen können: Nach dem 23-25 und 19-25 liegt Guaguas schon mit 0:2 zurück, und Trainer Sergio Miguel Camarero wirft in der Kabine die Fetzen.

Doch dann dreht Martín Ramos auf. Der Mittelblocker blockt Russo, spitzelt Crosato und bringt mit einem Kurzangriff die 14.000 im Gran Canaria Arena zum Kochen. Der dritte Satz geht 25-21, und plötzlich ist Stimmung wie in einer Endrunde.

Rousseaux wird zur lebensversicherung

Rousseaux wird zur lebensversicherung

Was niemand auf dem Schirm hatte: Tomas Rousseaux. Der Belgier kommt für den angeschlagenen Nico Bruno und liefert sofort eine Serie aus fünf Punkten. Sein Aufschlag zwingt Gianelli zur Not-Auszeit bei 20-18, und als Walla Souza mit einer Sprungdiagonalen auf 22-18 erhöht, glaubt selbst Angelo Lorenzetti an ein Wunder. Der italienische Serienmeister tauscht, wechselt, betet – vergeblich. 25-23, Ausgleich, Gran Canaria tobt.

Im Tie-Break liegt Guaguas schon mit 4-7 hinten, als Kamil Semeniuk Walla Souza am Block abfängt. Die Sieben-Punkte-Führung der Italiener scheint die Vorentscheidung. Aber die Insel hat noch einen Trumpf: Hélder Spencer. Der Mittelblocker aus Kap Verde nagelt zwei Blöcker hintereinander und bringt sein Team auf 13-14. Lorenzetti nimmt die letzte Auszeit, doch Wassim Ben Tara beendet mit einem First-Tempo das Märchen – vorerst.

Rückspiel wird zur zitadellen-belagerung

Rückspiel wird zur zitadellen-belagerung

Die Rechnung ist denkbar knapp: Perugia führt 2:1 im Viertelfinale, aber Guaguas hat gezeigt, dass der Champion blutet. Am 12. März steigt im Pala Barton Energy die Rückrunde. Für Perugia reicht ein Satz, für Guaguas nur ein Sieg. Die Kanarischen Falken haben bewiesen: Sie können die Mauer von Umbrien einreißen. Die Frage ist nur, ob sie es noch einmal schaffen.

Die Uhr tickt. Die Tickets nach Turin sind bereits ausverkauft. Und Osmany Juantorena hat schon angekündigt: „Wir fliegen nach Italien, um zu gewinnen. Punkt.“