Hertha ii versinkt in zwickau: rote karte besiegelt vierten dämpfer

Zwickau, Dienstagabend, 24. März 2026. Die zweite Mannschaft von Hertha BSC reist mit einer ohnehin angeschlagenen Seele ins Sächsische – und fährt mit leeren Händen zurück. 0:2 gegen den FSV Zwickau, das vierte Spiel in Serie ohne einen einzigen Punkt. Eine Krise, die inzwischen einen eigenen Rhythmus hat.

Die rote karte als wendepunkt – und als sinnbild

Es lief die 41. Minute, als Schiedsrichter Justin Möbius die Partie mit einem Platzverweis gegen den Herthaner endgültig kippte. Zehn Mann, noch vor der Pause, in einem Auswärtsspiel, das man sich sowieso nicht leisten konnte zu verlieren. Was danach kam, war absehbar.

Andrej Startsev nutzte die numerische Überlegenheit noch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte zum 1:0. Kaum hatte der zweite Durchgang begonnen, legte Gunnar Martens in der 49. Minute nach. Zwei Tore rund um die Pause – und Herthas Wille, wenn er denn noch vorhanden war, lag auf dem Rasen des GGZ Arena.

Vier niederlagen in folge: das ist keine pechsträhne mehr

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Greifswald, Lok Leipzig, Erfurt – und jetzt Zwickau. Die Berliner Nachwuchsmannschaft steckt in einem Strudel, der sich nicht mehr mit Pech erklären lässt. Es fehlt an Stabilität, an Konstanz, an dem kleinen Quäntchen Cleverness, das Spiele in schwierigen Phasen kippen kann.

Für Zwickau hingegen war es ein weiterer Baustein in einer bemerkenswerten Heimserie. 26 Regionalliga-Spiele ohne Niederlage im eigenen Stadion – saisonübergreifend. Das ist keine Statistik, das ist eine Festung. Und Hertha II hat dort nicht einmal angeklopft.

Die Berliner müssen jetzt schnell reagieren. Nicht mit Worten. Mit Punkten. Denn in der Regionalliga Nordost wartet niemand auf eine Mannschaft, die sich im freien Fall befindet.