Goch: kunstrasenplatz-kampf – afd-antrag scheitert, sportverein atmet auf
Goch – Jubel und Aufatmen in Goch! Der Antrag der AfD, den traditionsreichen Sportplatz an der Vulkeskuhle als Bauland zu nutzen, ist im Stadtrat gescheitert. Damit ist die Hoffnung auf einen dringend benötigten Kunstrasenplatz für den FC Concordia und zahlreiche andere Sportvereine vorerst wieder entflammt. Ein Zeichen der Wertschätzung für den lokalen Sport, das von hunderten Demonstranten lautstark gefordert wurde.
Die hintergründe des streits um den sportplatz
Die Entscheidung des Stadtrats ist das Ergebnis einer hitzigen Debatte. Die AfD hatte argumentiert, dass die Fläche dringend für Wohnbebauung benötigt werde, um den steigenden Bedarf an Wohnraum in Goch zu decken. Doch die Sportlerinnen und Sportler des FC Concordia und anderer Vereine sahen ihre Zukunft in Gefahr. Der aktuelle Ascheplatz entspricht längst nicht mehr den modernen Anforderungen und behindert die Entwicklung des Vereins, insbesondere im Nachwuchsbereich.
„Wir haben uns gerade neu im Jugendbereich aufgestellt und sogar einen Förderverein gegründet, der Jugendliche in der ganzen Stadt unterstützt“, betonte David Schmitz vom FC Concordia. Die steigende Zahl junger Fußballer, die sich dem Verein anschließen, verdeutlicht den dringenden Bedarf an einer zeitgemäßen Sportanlage. Auch die Gründung einer Football-Abteilung im Jahr 2024 mit 50 neuen Mitgliedern unterstreicht die Dynamik im Verein.

Mehr als nur ein sportplatz: ein herzstück der gemeinde
Der FC Concordia ist weit mehr als nur ein Sportverein. Mit über 100 Jahren Geschichte, wachsenden Mitgliederzahlen und modernen Ansätzen in der Vereinsphilosophie ist er ein wichtiger Bestandteil der Gocher Gemeinschaft. Der geplante Kunstrasenplatz soll nicht nur die sportlichen Bedingungen verbessern, sondern auch ein Treffpunkt für Menschen jeden Alters werden.
Die Ablehnung des AfD-Antrags bedeutet jedoch nicht, dass die Finanzierung des Kunstrasenplatzes gesichert ist. Der Verein muss weiterhin um Fördermittel werben. „Der Landessportbund hat bereits signalisiert, dass es auf Landesebene noch Fördertöpfe gibt“, so Schmitz. Die Gocher Sportler hoffen nun auf eine baldige Entscheidung und eine positive Nachricht bezüglich der Finanzierung.
Die Entscheidung des Stadtrats ist ein wichtiger Schritt für den Sport in Goch. Doch der Kampf um eine zeitgemäße Sportanlage ist noch nicht gewonnen. Die Gocher Sportvereine werden weiterhin alles daran setzen, ihre Forderung nach einem Kunstrasenplatz durchzusetzen und die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft zu stellen.
