Gnabry trainiert mit ball: comeback in sicht?
München – Hoffnung für die Bayern-Fans: Serge Gnabry ist im Rehabilitationsprozess nach seiner schweren Adduktorenverletzung einen entscheidenden Schritt vorwärts gekommen. Der Nationalspieler, der die Weltmeisterschaft verpasste, gab am Dienstag erstmals seit seiner Verletzung wieder einen Ballberührung. Ein Lichtblick für den Rekordmeister vor dem Saisonstart.

Individuelles training unter anleitung von martinelli
Nachdem Gnabry in den vergangenen Wochen auf dem Trainingsgelände in der Säbener Straße Lauf- und Mobilisationsübungen absolvierte, stand nun das individuelle Training mit Rehatrainer Simon Martinelli auf dem Programm. Die Verletzung Mitte April hatte den 30-jährigen Offensivspieler schwer getroffen und ihn vor eine lange Pause gestellt. Die Äußerung Gnabrys nach der Verletzung, er wolle sich auf seine Genesung konzentrieren und für die Saisonvorbereitung zurückkehren, deutete bereits auf die Ernsthaftigkeit der Verletzung hin.
Die Bayern starten am 20. Juli mit dem regulären Training in die neue Saison. Ob Gnabry bis dahin vollständig wieder einsatzbereit sein wird, ist jedoch noch offen. Die Fortschritte sind unbestreitbar, aber der Weg zurück ist lang und erfordert Geduld. Es bleibt abzuwarten, inwieweit er in die Planungen von Trainer Thomas Tuchel für die neue Spielzeit einbezogen werden kann.
Ein Detail, das oft übersehen wird: Die psychologische Belastung für einen Top-Athleten nach einer solchen Verletzung ist enorm. Gnabry muss nicht nur körperlich wieder fit werden, sondern auch mental die Ängste vor einer erneuten Verletzung überwinden. Nur wenn er beide Hürden meistert, kann er sein volles Potenzial wieder entfalten.
