Von backnang zum wm-trainer: rangnicks überraschende reise

Ralf Rangnick, der Mann, der einst im bescheidenen Vereinsheim des FC Viktoria Backnang seine ersten fußballerischen Spuren hinterließ, steht nun an den Zügeln der österreichischen Nationalmannschaft und will bei der WM gegen Messi und Argentinien für Furore sorgen. Ein steiniger Weg von der schwäbischen Provinz in den internationalen Fußballzirkus – eine Geschichte, die von Leidenschaft, harter Arbeit und dem unbändigen Willen zum Erfolg erzählt.

Die anfänge in backnang: ein steppke mit kicker-talent

Die Holztür knarrt, das Licht ist gedämpft – im Vereinsheim des FC Viktoria Backnang scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Schwarz-weiße Fotos und Meisterschaftswimpel zeugen von glorreichen Jahren, in denen Ralf Rangnick seine Karriere begann. „Er war ein Backnanger durch und durch, ist hier aufgewachsen und hat mit seinem Vater schon als kleiner Steppke auf dem Platz gekickt“, erinnert sich Werner Liebentritt, ein ehemaliger Mannschaftskollege. Bereits in der D-Jugend spielte Rangnick für Viktoria, eine Zeit, die ihn nachhaltig prägte und seinen späteren Erfolgsweg beeinflusste.

Die Erinnerungen an Rangnicks frühe Tage sind lebendig. Er war mehr als nur ein talentierter Spieler; er war ein Visionär, der schon damals das Potential eines großen Trainers in sich trug. Seine „Bananenflanken“, wie sie Liebentritt schmunzelnd erzählt, waren legendär und brachten dem Team oft den entscheidenden Vorteil.

Von viktoria zum nationaltrainer: eine karriere voller wendungen

Von viktoria zum nationaltrainer: eine karriere voller wendungen

Die Trainerlaufbahn begann ebenfalls in Backnang. Rangnick führte den FC Viktoria im Durchmarsch in die Verbandsliga – ein Triumph, der den Grundstein für seine spätere Karriere legte. Es folgten Stationen beim VfB Stuttgart, TSG Hoffenheim und Schalke 04, wo er als Pokalsieger in die Geschichte einging. Später führte er RB Leipzig in die Bundesliga und übernahm schließlich das Ruder bei Manchester United. Nun, als österreichischer Nationaltrainer, steht er vor der größten Herausforderung seiner Karriere: die WM und der Kampf gegen Lionel Messi.

Horst Liebentritt, ebenfalls ehemaliger Mitspieler, erinnert sich an Rangnicks professionelle Haltung: „Er hat uns die lange Leine gelassen, aber wenn es zu viel wurde, hat er dazwischengegriffen. Er war ein Motivator hoch drei.“ Die Brüder Liebentritt blicken voller Stolz auf den Erfolg ihres ehemaligen Teamkollegen. „Es ist gigantisch, was er erreicht hat. Wir sind stolz auf ihn“, sagt Werner Liebentritt.

Die österreichische Mannschaft scheint von Rangnicks disziplinierter Herangehensweise zu profitieren. Die Vorbereitung auf die WM ist intensiv, die Erwartungen hoch. Rangnick selbst hat angekündigt, dass er alles daran setzen wird, um eine Überraschung zu schaffen. Es bleibt abzuwarten, ob er Messi und Argentinien in die Knie zwingen kann, aber eines ist sicher: Ralf Rangnick hat seinen Weg von Backnang bis zur WM-Bühne mit Leidenschaft und Hingabe beschritten.

Die Fans in Backnang drückt die Daumen – und erinnern sich mit Stolz an den Mann, der einst auf den bescheidenen Plätzen ihrer Stadt seine Karriere begann. Denn in Backnang weiß man: Ralf Rangnick ist mehr als nur ein Fußballtrainer – er ist ein Vorbild und ein Beweis dafür, dass mit harter Arbeit und unbändigem Willen alles möglich ist.