Giro next gen 2026: kalabrien schickt die u23-superstars auf die hatz
Kalabrien wird zur Startkanone. Am 14. Juni 2026 rollen die besten U23-Fahrer der Welt in Reggio Calabria los – und sieben Tage später erklingt in L’Aquila die letzte Etappe. 1.482 Kilometer, fast 15.000 Höhenmeter, acht Tagesankämpfe: Das ist kein Kindergeburtstag, das ist die härtste Talentsichtung im Radsport.
Die strecke: sprint, dann kommt die hölle
Die ersten beiden Etappen sind Schnellläufer-Feierabend – zumindest auf dem Papier. Danach schlägt das Terrain durch. Etappe drei von Sibari nach Villa d’Agri sammelt 3.200 Höhenmeter ein, bevor die Truppe quer durch Basilicata und Apulien rumpelt. Matera–Corato ist der letzte Fluglauf, dann geht’s in die Kampanien-Rundfahrt um Bacoli. Wer dort noch Beine hat, darf sich Subiaco–Monte Livata und den Anstieg zur Piana delle Mele in Guardiagrele antreten. Die Krönung: eine Einzelzeitfahrt von Civita di Bagno nach L’Aquila – komplett in den Abruzzen, komplett ohne Versteck.

Prominenz am start: colbrelli, bugno und der neue king
Vor der Präsentation in Catanzaro standen sich Sonny Colbrelli und Gianni Bugno gegenüber – zwei Generationen, eine Mission: den Nachwuchs auf Trab bringen. Per Video schaltete sich Paul Magnier dazu, der Franzose, der 2024 beim Giro d’Italia zwei Etappen gewann und beim letzten Next Gen die erste Rosa trug. Sein Statement war kurz: „Wer hier überlebt, kann später mit den Großen mithalten.“

Die botschaft: kalabrien wird zum labor
Paolo Bellino, Chef von RCS Sports & Events, drückte es so aus: „Das Profi-Giro-Debüt in Bulgarien war ein Fest. Jetzt liefern wir das Upgrade für die Zukunft.“ Tatsächlich kreuzen alle fünf kalabresischen Provinzen den Kurs – ein Novum. Die Region investiert, weil sie weiß: Wer hier junge Helden feiert, zieht später die großen Champions an.
Die Zahlen sind gnadenlos. 185 Starter, acht Tage, ein Trikot. Wer am 21. Juni in L’Aquila Rosa trägt, darf sich getrost auf die nächste Stufe einstellen – und der Profi-Peloton winkt. Die Uhr tickt. Die Beine brennen. Kalabrien wartet.
