Giro d'italia: vingegaard dominiert, dolomiten-königsetappe steht vor der tür!

Feltre fiebert, die Berge beben: Die 19. Etappe des Giro d'Italia verspricht ein Spektakel der Extraklasse. Jonas Vingegaard scheint die Gesamtführung bereits fest im Griff zu haben, doch die Königsetappe in den Dolomiten wird alles geben, um ein dramatisches Finale zu erleben. Ein Rennen, das Geschichte schreiben könnte.

Ein dolomiten-inferno erwartet die fahrer

Ein dolomiten-inferno erwartet die fahrer

151 Kilometer, 5000 Höhenmeter – die Zahlen allein sprechen Bände. Die Strecke ist eine gnadenlose Aneinanderreihung von Anstiegen, die selbst gestandene Profis an ihre Grenzen bringen wird. Es ist kein Geheimnis, dass das Team Visma-Lease a Bike erneut versuchen wird, die Kontrolle zu übernehmen und Vingegaard zum fünften Etappensieg zu führen, womit er Tadej Pogacar in Sachen Dominanz gefährlich nahekommen würde.

Der Passo Duran eröffnet das Torturprogramm mit einer steilen Rampe, gefolgt von der explosiven Kletterei zum Coi. Doch die wirklich entscheidenden Momente kommen erst später. Die Forcella Staulanza bereitet die Bühne für den kolossalen Passo Giau, der als Cima Coppi dieser Giro-Edition gilt. Hier wird sich zeigen, wer die Beine hat und wer bereits am Anschlag ist.

Der Passo Giau – eine Prüfung für die Nerven und die Muskeln. 9,8 Kilometer mit einem Durchschnitt von 9,3 Prozent, ohne einen einzigen Moment der Ruhe. Nur die Stärksten werden hier die Oberhand behalten und sich in den erlesenen Kreis derer eintragen, die diesen legendären Pass bezwungen haben. Namen wie Bernal, Froome und Scarponi sind hier bereits verewigt.

Nach dem Giau folgt der Passo Falzarego, der zwar etwas weniger steil ist, aber durch den bereits angerichteten Schaden im Körper der Fahrer eine zusätzliche Hürde darstellt. Und dann, als wäre das noch nicht genug, wartet am Ende das völlig neue, das noch unbekannte Piani di Pezzè. Ein Schlussanstieg, der mit einer durchschnittlichen Steigung von 9,8 Prozent und einem Kilometer mit satten 15 Prozent die finale Entscheidung bringen wird.

Die Frage ist nicht, ob es Berge gibt, sondern wer sie überleben wird. Vingegaard hat bewiesen, dass er ein Bergkönig ist, aber die Dolomiten sind unerbittlich. Die Spannung ist kaum auszuhalten, das Rennen steht vor seinem Höhepunkt.

Die Augen der Welt sind auf die Dolomiten gerichtet, auf die Fahrer, die sich dem ultimativen Test stellen. Ein Rennen, das mehr ist als nur ein Sportevent – es ist ein Kampf gegen die eigene Sterblichkeit, ein Fest der menschlichen Leistungsfähigkeit.