Gindorf schießt alemannia zum sieg: aufstiegsträume in aachen lebendig
Ein Doppelschlag binnen vier Minuten, und plötzlich ist alles offen. Lars Gindorf drehte mit Toren 21 und 22 der Saison das Spiel in Regensburg, Alemannia Aachen gewann 3:1 und hält die Relegationshoffnung am Kochen.
Die alemannia marschiert – und niemand will sie mehr abschreiben
Was vor Wochen noch wie ein schlechter Witz klang, wird zur ernsten Bedrohung für die etablierten Aufstiegsaspiranten. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic, einst auf Abstiegsplatz 17 verortet, kletterte nach dem 33. Punkt aus den letzten 14 Partien auf Rang sieben. Sechs Zähler fehlen noch auf Platz drei – mit vier Spielen Restprogramm. Die Mathematik wird eng, aber sie ist nicht mehr lächerlich.
Der Jahn, in dem der Coach selbst einst seine Laufbahn startete, erwischte zwar durch Eric Hottmann die Führung, doch die Gäste antworteten mit der kalten Effizienz von Aufsteigern. Nach der Pause schlug Gindorf zweimal zu, bevor Mika Schroers in der 88. Minute den Deckel draufsetzte. 18 Treffer stehen nun auch für ihn – eine Duopol-Offensive, vor der sich die Liga fürchtet.

33 Von 52 punkten: die zahl, die trainerkollegen nervös macht
Kein Team sammelte seit der Winterpause mehr Zähler als Aachen. Die Statistik ist laut, aber das Gefühl auf den Rängen ist lauter. In der Nordkurve wurde nach Abpfiff „Aufstieg“ skandiert – nicht als Gag, sondern als realistisches Szenario. Selimbegovic versuchte danach, die Euphorie zu dämpfen, doch sein Lächeln verriet mehr als alle Dementis.
Der Jahn bleibt Zwölfter, muss die Saison als geduldiger Zuschauer der Spitze beenden. Für Regensburg war es die vierte Niederlage im fünften Spiel – die Trendwende bleibt aus. Trainer Christian Brand redete von „kleinen Details“, doch die Tabelle lügt nicht: Seine Elf hat den Anschluss an die aufsteigende Zone längst verpasst.
In Aachen dagegen beginnt die heiße Phase. Das Restprogramm: Halle (H), Münster (A), Freiburg II (H), Unterhaching (A). Alles machbar, nichts geschenkt. Die Alemannia reist nicht mehr als Außenseiter, sondern als Mannschaft, die weiß: Ein Punktessammeln wie zuletzt würde sogar für Platz drei reichen. Die Meisterfrage ist längst gelaufen – die Relegationsposse kann jetzt auch ohne großes mediales Trommelfeuer beginnen. Und sie hat einen neuen, unbequemen Protagonisten.
