Geibel fällt bei eisbären berlin für den rest der saison aus
Die Eisbären Berlin versinken im Verletzungschaos. Korbinian Geibel, einer der hoffnungsvollsten Verteidiger der DEL, hat sich am Mittwoch im Auswärtsspiel in Dresden eine Schulterverletzung zugezogen – und wird in dieser Saison kein einziges Spiel mehr bestreiten. Der Klub bestätigte am Freitag: Operation steht an, Rückkehr ausgeschlossen.
Ein sommer, der für geibel schon vor dem frühling endet
Der 23-Jährige erwischte in dieser Spielzeit von Beginn an kein Glück. Bereits im Herbst fehlte er monatelang verletzt, kämpfte sich zurück – und jetzt das. Insgesamt kommt er auf gerade einmal 29 Partien für den Rekordmeister. Eine Bilanz, die wehtut, wenn man weiß, was dieser Spieler eigentlich kann.
Wer Geibel bei der WM im vergangenen Jahr in Dänemark gesehen hat, weiß, wovon die Rede ist. Sein Debüt im Nationalteam war stark, überzeugend, der Typ Auftritt, der Selekteure aufhorchen lässt. Er gehörte auch zum Olympiakader in Mailand, kam dort allerdings nicht zum Einsatz. Jetzt verpasst er auch die WM in der Schweiz vom 15. bis 31. Mai. Ein Turnier, das er sich verdient hätte.
Eisbären berlin: die krankenstation wird zum dauerproblem
Geibel ist kein Einzelfall – er ist der dritte Berliner, der die Saison vorzeitig beendet. Blaine Byron und Patrick Khodorenko sind ebenfalls raus. Wer glaubt, damit sei die Liste vollständig, irrt sich. TorhüterJake Hildebrand, Verteidiger Mitch Reinke und Stürmer Lean Bergmann fehlen bis auf Weiteres.
Sechs Ausfälle beim Titelverteidiger. Sechs. Das ist kein Pech mehr, das ist eine strukturelle Belastungsprobe für den gesamten Kader – und für das Trainerteam, das mit dem verbleibenden Personal irgendwie die Titelverteidigung stemmen soll.
Die Eisbären haben in der DEL-Geschichte bewiesen, dass sie Krisen überstehen können. Aber so viele Ausfälle auf einmal, darunter ein Nationalspieler, der in dieser Saison kaum gespielt hat und trotzdem schon wieder unters Messer muss – das hinterlässt Spuren. Geibels Schulter heilt. Die Frage ist, ob der Kader es bis dahin noch schafft.
