Korhonen schlägt hagen im zielsprint – armbruster verpasst podest

Lahti, 6. März 2026. Minja Korhonen hat sich in ihr eigenes Sportmärchen hineingelaufen. Die 18-jährige Finnin gewann beim Weltcup in Lahti den Zielsprint gegen Weltcup-Gesamtsiegerin Ida Marie Hagen – und holte damit nicht nur ihren ersten Weltcupsieg, sondern den ersten überhaupt für finnische Frauen in der Nordischen Kombination. Vor heimischem Publikum. Auf heimischem Schnee. Besser geht es kaum.

Korhonen macht die innenbahn dicht – und gewinnt alles

Das Rennen war bis in die Schlussphase offen. Hagen hatte ihre 56 Sekunden Rückstand aus dem Springen innerhalb von drei Kilometern komplett aufgeholt und schien auf Kurs Sieg. Doch im entscheidenden Moment zeigte Korhonen taktisches Gespür, das man von einer 18-Jährigen nicht unbedingt erwartet: Sie blockierte die Innenbahn, ließ der Norwegerin keinen Platz und überquerte als Erste die Ziellinie. Alexa Brabec aus den USA, die im Springen mit 125,5 Metern geglänzt hatte, musste auf dem letzten Kilometer abreißen lassen und wurde Dritte.

Das deutsche team kämpfte – aber mit angezogener handbremse

Das deutsche team kämpfte – aber mit angezogener handbremse

Für das deutsche Aufgebot war das Wochenende eine Übung in Schadensminimierung. Ein Virus, den sich mehrere Athletinnen beim Continental Cup in Falun eingefangen hatten, schwächte die Mannschaft spürbar. Trine Göpfert trat erst gar nicht an. Die anderen mussten irgendwie durch.

Nathalie Armbrusterstartete nach einem Sprung auf 105,5 Metern mit über zwei Minuten Rückstand in den Langlauf – und lief sich trotzdem auf Rang sechs vor. Das ist keine Niederlage, das ist Charakter. Jenny Nowak kam als Zehnte ins Ziel, Ronja Loh als 14. Bundestrainer Florian Aichinger sagte im ZDF: „Ich denke, dass die Nathalie und die Jenny einen Superlauf gezeigt haben. Damit können wir insgesamt zufrieden sein.