Gc zürich droht das aus: nur ein sieg gegen lausanne rettet die saison

Die Uhr tickt. Nach 28 Spielen steht der Grasshopper Club Zürich auf dem Relegationsplatz, sechs Punkte hinter dem rettenden Ufer. Am Sonntag kommt es zum Showdown im Letzigrund: GC empfängt Lausanne-Sport. Für Trainer Gerald Scheiblehner gibt es nur eine Devise: Sieg oder Saisonende.

Scheiblehner setzt die pistole auf die brust

„Es zählt nur der Sieg. Wenn wir noch ein Wort mitreden und den Platz in der Barrage vermeiden wollen, dann müssen wir gewinnen“, sagt der Österreicher vor dem Spiel gegen den Tabellenvierten. Die Zahlen sind brutaler als seine Worte: In den letzten zehn Liga-Partien schoss GC nur einmal mehr als ein Tor – beim 3:4 gegen Luzern.

Die Offensive ist das größte Problem. Mit 35 Treffern stellen die Zürcher die zweitschwächste Angriffsreihe der Liga. „Wir müssen den Ball mehr in die gegnerische Hälfte bringen und mehr Spieler im Strafraum haben“, fordert Scheiblehner. Die Lösung klingt einfach, ist es aber nicht. Denn GC ist das einzige Super-League-Team, das in dieser Saison noch keinen zwischenzeitlichen Rückstand in einen Sieg umgewandelt hat.

Lausanne hat den zenit längst überschritten

Lausanne hat den zenit längst überschritten

Während die Hoppers um jeden Punkt kämpfen, blickt Lausanne-Sport gelassen auf neun Punkte Vorsprung. Der Club aus der Waadt ist längst in deren sicheren Hafen eingelaufen. Für GC hingen bleibt nur die Angst, erneut in die Challenge League abzusteigen. Die letzte Demontage 2019 sitzt tief.

Die Fans spüren die Gefahr. Die Letzigrund-Gegengerade wird am Sonntag kochen. Aber auch die Spieler wissen: Ein Unentschieden reicht nicht. Ein Tor in Rücklage würde wohl das Aus bedeuten. Die Statistik spricht gegen sie. Das Momentum auch. Und doch gibt es kein Morgen mehr.

Um 16:30 Uhr ist Anpfiff. Dann entscheidet sich, ob GC den Anschluss schafft – oder endgültig abrutscht. Die Saison steht auf dem Spiel. Die Nerven liegen blank. Und der Letzigrund wird zur Arena der letzten Hoffnung.