Fury bringt das boxen zurück – mit ki-unterstützung und bären-gegner?
London – Tyson Fury, der selbsternannte „Gypsy King“, ist zurück. Und er scheint nicht nur mit einem Comeback, sondern auch mit einem Plan, die Boxwelt aufzumischen, in den Ring gestiegen zu sein. Schon beim Wiegen demonstrierte der Schwergewichts-Star seine unbändige Energie, indem er seinem Gegner, Arslanbek Makhmudov, mit ersten Körpertreffern ein Lächeln entlockte – ein typisches Fury-Spielchen, das den Fans verspricht, dass die Show wieder am Start ist.
Künstliche intelligenz als sparringspartner?
Fury kündigte an, dass er aus seinem vierten Ruhestand zurückkehrt, um das Boxen wieder in den Fokus zu rücken. Ein überraschender Aspekt: Er schiebt der Künstlichen Intelligenz eine aktive Rolle bei seiner Entscheidung zu. „Ich bin aus einem Grund zurück – und zwar, um Boxen wieder groß zu machen“, erklärte der Brite. „Seit ich vor über einem Jahr zum fünften Mal in den Ruhestand gegangen bin, ist der Boxsport für mich auf dem absteigenden Ast. Er ist ziemlich langweilig geworden.“
Und hier kommt ChatGPT ins Spiel. Fury behauptet, dass die KI ihm geraten habe: „Der Boxsport entfaltet sein volles Potenzial, wenn Tyson Fury aktiv kämpft.“ Eine Aussage, die er aber betont, nicht selbst getroffen, sondern von der KI erhalten zu haben. Ob das nun eine Marketing-Gag ist oder nicht, die Aufmerksamkeit für Fury’s Comeback ist enorm.

Der bär und der boxer: eine ungewöhnliche vorbereitung
Sein Gegner, Arslanbek Makhmudov, hat in der Vergangenheit für zusätzliche Schlagzeilen gesorgt. Vor anderthalb Jahren rang er angeblich mit einem Bären – eine Geschichte, die Fury sichtlich amüsiert. „Ein Freund habe ihn gefragt, ob er etwas Verrücktes machen wolle. 'Ich sagte: 'Okay, ich kann nicht nein sagen.' Aber ich werde das nie wieder tun. Der Bär hat versucht, mich zu beißen. Und es war gut, dass es nicht dazu gekommen ist',“ berichtete Makhmudov dem Guardian. Ob diese Anekdote Fury’s Vorbereitung beeinflusst hat, bleibt abzuwarten.
Erfahrungsgemäß ist Makhmudov ein harter Brocken. Der deutsche Schwergewichtskämpfer Agit Kabayel konnte ihn im Dezember 2023 besiegen, bevor Makhmudov eine Reihe von Niederlagen einstecken musste. Fury, der bereits Wladimir Klitschko bezwungen hat, sieht in Makhmudov dennoch einen würdigen Gegner. „Dieser Typ ist eine Legende, einer der besten Schwergewichtler aller Zeiten“, lobte er seinen Kontrahenten. „Boxen ist zu einem großen Teil eine mentale Angelegenheit, und darin ist er ein Meister.“

Ein duell britischer schwergewichte im visier
Fury, der in der Vergangenheit selbst mit persönlichen Problemen zu kämpfen hatte, scheint trotz der Bedenken seines Vaters, John Fury, der seine besten Tage hinter sich sieht, entschlossen zu sein. „Es ist mir egal, ob er da ist. Ich habe zu tun, und wer im Publikum sitzt, ist mir völlig gleichgültig“, so der „Gypsy King“. Sein nächstes Ziel ist klar: ein brisanter Kampf gegen Anthony Joshua. „Ich will diesen Kampf als Nächstes und ich bin sicher, AJ sieht das genauso“, betonte Fury. Vor 60.000 Zuschauern im Tottenham Hotspur Stadion wird Fury am Samstag zeigen müssen, ob er seine Versprechen einlösen kann. Die Welt der Boxen hält den Atem an.
Die Frage ist nicht, ob Fury das Comeback meistern wird, sondern ob er die Boxwelt tatsächlich wieder aufleben lassen kann. Ein Blick auf seine Bilanz von 37 Profikämpfen, von denen er lediglich zwei verloren hat, lässt hoffen. Aber die Konkurrenz schläft nicht, und die Herausforderungen sind groß. Nur die Zeit wird zeigen, ob der „Gypsy King“ seine Krone zurückerobern und das Boxen neu definieren kann.
