Giro 2026: bulgarien als start – und die härteste etappe aller zeiten?
Die 109. Ausgabe der Giro d’Italia steht vor der Tür und verspricht, die Fahrer und Fans gleichermaßen vor eine gewaltige Herausforderung zu stellen. 2026 wird die Corsa Rosa nicht nur in Bulgarien ihre Grande Partenza feiern – das 16. Mal außerhalb Italiens – sondern auch mit einer Königsetappe aufwarten, die in die Annalen des Radsports eingehen könnte.
Ein bulgarischer auftakt und 3.466 kilometer kampf
Vom 8. bis zum 31. Mai 2026 werden die Profis 3.466 Kilometer und fast 49.000 Höhenmeter überwinden. Die Route führt durch die Abruzzen, die Alpen – mit einer kurzen, aber entscheidenden Etappe in der Schweiz – und die Dolomiten. Das Finale in Rom soll den neuen Träger des prestigeträchtigen „Maglia Rosa“ küren, doch bevor es soweit ist, wird es einige dramatische Momente geben.

Die 19. etappe: ein alptraum für die favoriten
Die 19. Etappe, am Freitag, den 29. Mai von Feltre nach Piani di Pezzè, wird als die „Königsetappe“ gehandelt – und das zu Recht. Mit 151 Kilometern Länge und einem kumulierten Höhenprofil von 5.100 Metern wird sie alles abverlangen. Der Passo Giau (9,9 km, 9,3%) als Coppi-Berg 2026, der Passo Duran und die Forcella Staulanza sind nur die Appetithappen vor dem Finale in Pianni di Pezzè. Hier warten Steigungen von über 14% auf die erschöpften Beine der Rennfahrer. Die kurze, aber brutale Schlussrampe wird den Unterschied machen.

Weitere schlüsselmomente der rundfahrt
Bereits die 7. Etappe, von Formia nach Blockhaus (246 km), wird ein erster großer Test für die Sprinter und GC-Kandidaten sein. Das Blockhaus-Finale (13,6 km, 8,4%) wird zeigen, wer die Beine hat. Die Einzelzeitfahrt am 19. Mai in Massa (40,2 km) könnte die Generalstände bereits erheblich durcheinanderbringen. Ein weiterer harter Test folgt am 23. Mai in Aosta, wo die „balconadas de Aosta“ mit ihren anspruchsvollen Anstiegen für eine explosive Etappe sorgen. Die Incursión in die Schweiz am 26. Mai mit dem Carì-Pass (10,2 km, 8%) wird ebenfalls für Gesprächsstoff sorgen. Und schließlich die 20. Etappe, die mit dem doppelten Anstieg zum Piancavallo endet, bietet den letzten Aufstiegsmöglichkeit, bevor das Rennen in Rom endet.
Die Organisatoren haben also eine Rundfahrt kreiert, die sowohl taktische Finesse als auch schier ungeahnte körperliche Kräfte erfordert. Wer am Ende in Rom die „Maglia Rosa“ trägt, wird sich diesen Sieg wirklich verdient haben.
