Fudallas doppelschlag rettet leverkusen - hsv steckt tiefer im abstiegsstrudel
Vanessa Fudalla schlägt zu wie ein Schlagstock. Ihr 14. Saisontor ebnet den Weg für einen 3:1-Auswärtssieg von Bayer Leverkusen gegen den Hamburger SV, der die Hanseatinnen nun endgültig ins Schleudern bringt. Vier Spieltage vor Schluss beträgt der Abstand zur SGS Essen nur noch drei Punkte – und am letzten Spieltag gastiert der FC Bayern in der Volksparkstadion.
Liese brancao kassiert die fünfte niederlage in serie
Die Zahlen sind hart: seit fünf Partien wartet der HSV auf einen Sieg, die Chancenverwertung liegt im Keller, die Abwehr wirkt wie ein Sieb. Camilla Linberg glich zwar kurz vor der Pause zum 1:1 aus, doch die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Katharina Piljic nutzte eine Unachtsamkeit in der Hintermannschaft, Julia Mickenhagen setzte den Schlusspunkt. Dazwischen: ein Leverkusener Chancenwucher, der eigentlich für eine zweistellige Torausbeute gereicht hätte.
Für Bayer bedeutet der Dreier die zweite Siegesserie in Folge und die Chance, sich doch noch in die Champions-League-Qualifikation zu versteigen. Fünf Punkte fehlen auf Eintracht Frankfurt, das Restprogramm ist machbar. Fudalla zieht mit Pernille Harder in der Torjägerliste gleich – ein Detail, das in Leverkusen Lächeln erzeugt.

Hsv-restprogramm liest sich wie ein horrorszenario
Die Norddeutschen müssen noch nach Freiburg, empfangen Frankfurt – und zum Finale den Rekordmeister. Die Rechnung ist simpel: wer da nicht mindestens vier Punkte holt, muss bangen. Trainerin Liese Brancao sprach nach Abpfiff von „Kopf hoch“, doch die Körpersprache ihrer Spielerinnen wirkte wie nach einer Niederlage im Pokalendspiel. Die Uhr tickt.
Leverkusen dagegen kann durchatmen. Die Elf von Robert de Pauw spielt mit der Gelassenheit einer Mannschaft, die weiß: wenn wir unsere Dinger machen, kommt der Gegner nicht ran. Fudalla ist das Sinnbild dieser Mentalität – sie schießt, trifft, lächelt, geht weiter. So holt man Punkte im Titelrennen und lässt andere ums Überleben kämpfen.
