Frimpong kehrt zurück – doch die bilanz ist ernüchternd
Jeremie Frimpong steht wieder
in der Startelf. Am Dienstagabend läuft der Niederländer gegen die Wolverhampton Wanderers von Beginn an auf – zum ersten Mal seit Wochen. Aber wer glaubt, das sei eine Erfolgsgeschichte, sollte sich die Zahlen dieser Saison genauer ansehen.Eine debütsaison, die sich anfühlt wie eine dauerbaustelle
Drei Oberschenkelverletzungen. 18 verpasste Spiele. Nur 20 Einsätze in einer Saison, die eigentlich sein großer Auftritt beim FC Liverpool werden sollte. Der 25-Jährige, der im vergangenen Sommer gemeinsam mit Florian Wirtz aus Bayer Leverkusen nach Anfield wechselte, kämpft nicht gegen Gegner – er kämpft gegen seinen eigenen Körper.
Ende Februar durfte er immerhin für ein paar Minuten gegen West Ham ran. Ein Kurzeinsatz, mehr nicht. Verletzt hatte er sich ursprünglich bei einem Kantersieg in der ChampionsLeague – ausgerechnet in dem Wettbewerb, in dem Liverpool in dieser Saison so groß auftrumpft.

Zwei tore, zwei vorlagen – das ist alles, was bisher geblieben ist
Für einen Spieler, der in Leverkusen als einer der explosivsten Rechtsverteidiger Europas galt, ist diese Ausbeute schmerzhaft. Pfeilschnell, direkt, torgefährlich – das war das Versprechen. Die Realität dieser Saison sieht anders aus: zwei Tore, zwei Torvorlagen, und ein Körper, der immer wieder streikt.
Wirtz übrigens fehlt weiterhin verletzt. Das Traumduo aus Leverkusen wartet in Liverpool noch auf seinen gemeinsamen Frühling. Für Frimpong beginnt dieser Frühling heute Abend – ob er diesmal anhält, das ist die einzige Frage, die zählt.
