Jena tritt auf der stelle – nullnummer gegen altglienicke

Es war wieder nichts. Der FC Carl Zeiss Jena hat auch im dritten Anlauf gegen die VSG Altglienicke nicht gewonnen – und das, obwohl die Thüringer an diesem Dienstagabend spielerisch deutlich mehr boten als zuletzt beim peinlichen 1:2 in Eilenburg. Chancen gab es genug. Tore? Keine einzige.

Angstgegner altglienicke schlägt wieder zu – diesmal mit schweigen

Jena hat gegen Altglienicke noch nie gewonnen. Das ist keine Randnotiz, das ist ein psychologisches Gewicht, das man dem FCC an diesem Abend phasenweise ansah. Die erste Halbzeit begann zäh, fast schläfrig. Die Berliner Gäste mauerten, Jena versuchte Kontrolle zu gewinnen – und scheiterte dabei an sich selbst.

Die klarsten Möglichkeiten ließ Emeka Oduah liegen. In der 34. Minute köpfte er freistehend aus zehn Metern neben den Pfosten. Fünf Minuten später verlor er den Ball direkt vor Keeper Luis Klatte – ein Moment, der symbolisch für diesen Abend stand. Den bittersten Abschluss lieferte Malik Talabidi in der Nachspielzeit: Aus drei Metern streichelte er den Ball am Tor vorbei. Aus drei Metern.

Zweite halbzeit mit leben – aber ohne ertrag

Zweite halbzeit mit leben – aber ohne ertrag

Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel tatsächlich besser. Altglienicke gab die reine Defensivtaktik auf, Räume entstanden, das Spiel atmete. Amar Suljic scheiterte in der 53. Minute haarscharf, Timon Burmeister kurz darauf ebenfalls. Pech war dabei, ja – aber auch mangelnde Kaltblütigkeit.

Beinahe hätte Jena in der 84. Minute sogar noch den Gegentreffer kassiert. Marius Liesegang rettete in letzter Sekunde gegen Sydney Sylla und verhinderte damit das, was einem Desaster gleichgekommen wäre.

Butzen spricht aus, was alle denken

Butzen spricht aus, was alle denken

Nils Butzen brachte es nach dem Abpfiff auf den Punkt: „Wir hätten einfach ein Tor machen müssen.