Junior-flames im final4: heimvorteil – aber vorsicht!

Bensheim/Auerbach fiebert! Die Junior-Flames haben sich sensationell für das Final4 der Deutschen Meisterschaft der weiblichen A-Jugend qualifiziert und genießen den Heimvorteil. Nach einer nahezu perfekten Saison – mit Platz 1 in Vor- und Meisterrunde – scheint alles auf eine mögliche Titelverteidigung hinauszulaufen. Doch die Spielerinnen um Kreisläuferin Milena Podgorac wissen: Ein Platz im Finale garantiert noch keinen Gewinn.

Die saison im rückblick: ein zusammenspiel aus talent und teamgeist

Die HSG Bensheim/Auerbach hat eine außergewöhnliche Saison hingelegt. Milena Podgorac, Leistungsträgerin der Flames, beschreibt den Erfolg als Ergebnis von großem Zusammenhalt, Ehrgeiz und der einzigartigen Unterstützung des Vereins. „Es ist ein kleiner Verein mit familiärem Umfeld, viele Verbindungen zwischen den Mannschaften – ein traditioneller Standort für Frauenhandball“, so Podgorac. Die Stärke liegt klar im Zusammenspiel: „Wir geben nie auf und halten als Team zusammen. Wir sind auf und neben dem Feld ein super Team.“ Und das merkt man auch in der Statistik: Die beste Abwehr der Liga spricht für sich.

Heimvorteil als ehre – und zusätzliche verantwortung

Heimvorteil als ehre – und zusätzliche verantwortung

Die Vorfreude auf das Final4 in Bensheim ist „unbeschreiblich“, wie Podgorac betont. Es ist das erste Mal seit zehn Jahren, dass eine A-Jugend des Vereins so weit vordringt – und das zum ersten Mal überhaupt in Bensheim. Das bedeutet eine riesige Ehre, aber auch eine enorme Verantwortung. Die Fans dürfen sich auf attraktive Handballspiele und die Stars von morgen freuen. Aber Podgorac warnt: „Es ist offen, wer Deutscher Meister wird.“

Überraschungsteam der saison: stuttgart/metzingen

Überraschungsteam der saison: stuttgart/metzingen

Während die Flames ihre Dominanz unter Beweis stellten, hat eine andere Mannschaft Podgorac besonders beeindruckt. „Positiv überrascht hat mich Stuttgart/Metzingen, die sich im Laufe der Saison sehr gesteigert haben, auch ohne Katharina Goldhammer.“ Diese Entwicklung zeigt, dass die Jugend-Bundesliga immer wieder für spannende Überraschungen sorgt.

Der weg ins finale: ein hart umkämpfter sieg gegen den handewitter sv

Der Viertelfinal-Sieg gegen den Handewitter SV war alles andere als ein Selbstläufer. Das erste Spiel war umstritten, aber die Flames zeigten ihren unbändigen Willen und holten auf. Das Rückspiel war dann ein Feuerwerk: „Wir sind sehr gut ins Spiel reingekommen und konnten unsere Leistung über das Spiel hinweg halten.“ Diese mentale Stärke wird auch im Halbfinale gegen Buxtehude entscheidend sein.

Buxtehude im visier: starke eins-gegen-eins-spielerinnen und taktische flexibilität

Der Buxtehuder SV ist ein gefährlicher Gegner. Podgorac räumt ein: „Buxtehude verfügt über starke Eins-gegen-Eins-Spielerinnen, gute Torhüterinnen und ist taktisch variabel aufgestellt.“ Das Spiel verspricht daher ein spannungsgeladenes Duell zu werden. Die Konzentration liegt aber zunächst auf dem eigenen Auftritt.

Die Junior-Flames haben bewiesen, dass sie zu den besten Teams Deutschlands gehören. Doch der Weg zum Titel ist noch lang. Mit Leidenschaft, Teamgeist und der Unterstützung der heimischen Fans wollen sie ihr Ziel erreichen. Es wird ein Handball-Fest in Bensheim!