Vingegaard im giro: ein klarer favorit oder doch ein spannender kampf?
Kopenhagen – Jonas Vingegaard reist als strahlender Favorit zum Giro d’Italia 2026, doch die Frage ist nicht, ob er gewinnt, sondern wie er gewinnt. Jens Voigt, prominenter Eurosport-Experte, sieht in einem Sieg des Dänen alles andere als einen Überraschungserfolg. Doch hinter dem zweimaligen Tour-de-France-Sieger braut sich ein heißer Kampf um die Podestplätze zusammen.
Der dänische dominator: vingegaard’s strategie
Der Startschuss in Bulgarien am 8. Mai markiert den Beginn von Vingegaard’s Giro-Debüt – und Voigt ist sich sicher: „Jonas wird nicht lange fackeln. Er wird sich schon gleich bei der ersten Bergankunft das Rosa Trikot holen und es dann verteidigen.“ Mit mindestens fünf Minuten Vorsprung auf den Zweitplatzierten rechnet der ehemalige Radprofi. Ein klares Signal an die Konkurrenz und ein Beweis für die Stärke von Team Visma-Lease a Bike. Das Einzelzeitfahren wird dabei ein entscheidendes Werkzeug sein, um den Vorsprung weiter auszubauen, selbst wenn Filippo Ganna hier wohl die Tageswertung abräumt.

Wer fordert vingegaard heraus?
Während Vingegaard sich auf den Gesamtsieg konzentriert, entbrennt hinter ihm ein erbitterter Kampf um die vorderen Plätze. Giulio Pellizzari von Red Bull-Bora-Hansgrohe, der bereits mehrfach auf dem Giro überzeugte und konstant in den Top-Ten landete, gilt als einer der größten Herausforderer. Felix Gall, bekannt für seine zuverlässige Leistung, könnte ebenfalls eine Rolle spielen. Doch Voigt’s Augen richten sich besonders auf den jungen Italiener: „Pellizzari wird uns überraschen. Er ist aus meiner Sicht bei Red Bull der stärkere Fahrer als Jai Hindley, auch wenn der den Giro schon gewonnen hat.“

Deutsche hoffnungen und absenzen
Die deutschen Fahrer gehen als solide Helfer in ihre Teams, doch die Ära der Seriensieger wie Marcel Kittel oder Andre Greipel ist vorbei. Pascal Ackermann und Nico Denz haben zwar bereits beim Giro Siege gefeiert, doch ein Podiumsprämierung scheint unrealistisch. Jonathan Milan von Lidl-Trek wird sich hingegen in den Sprints höchstwahrscheinlich die Punktwertung sichern. Florian Lipowitz’ Entscheidung, auf den Giro zu verzichten, hält Voigt für richtig. „Er braucht jetzt eine Pause und gezieltes Training vor der Tour de France.“
Das Rennen verspricht Spannung pur. Vingegaard mag der klare Favorit sein, aber der Kampf um das Podest wird hart und unvorhersehbar. Die Fans dürfen sich auf einen Giro d’Italia freuen, der die Radsportwelt in Atem halten wird.
