Frankreich bereitet sich auf irak-duell vor: debatte um koundé!
Paris brodelt vor Spannung: Nur noch wenige Tage bis zum entscheidenden Gruppenspiel gegen den Irak, und die französische Nationalmannschaft befindet sich mitten in intensiven Vorbereitungen. Während die medizinische Abteilung erleichtert atmet, weil Malo Gusto nach einem Zusammenstoß mit Lucas Koundé offenbar doch wieder fit ist, entbrennt hinter den Kulissen eine hitzige Debatte um die Startelf.

Akliouche und gusto im fokus
Die Anwesenheit von Maghnes Akliouche und Malo Gusto im Pressebereich deutet auf eine mögliche Rotation hin. Während Akliouches Einsatz gegen Irak unwahrscheinlich erscheint, könnte Gusto auf der rechten Verteidigerposition eine Chance erhalten. Der junge Profi scheint jedoch nicht der einzige Kandidat für diesen Platz zu sein, denn die Frage, ob er Koundé verdrängen kann, beschäftigt die Verantwortlichen.
Koundé, der etablierte Leistungsträger, scheint sich der Konkurrenz bewusst zu sein. „Es gibt Qualität in allen Positionen. Ich bin bereit zu spielen, aber die Entscheidung liegt beim Bundestrainer, und das muss man akzeptieren“, erklärte er gelassen. Doch die Dinge haben sich verändert. Der Wechsel von Kylian Mbappé in die Rolle des „falschen Neuners“ unter Luis Enrique hat die Dynamik im Team verändert. Zuvor war dieser Plan unter Deschamps ähnlich gewesen, doch das Aufkommen von Michael Olise zwingt den Trainer, die Rollen neu zu verteilen.
Dembélé kann zwar gegen die Herausforderungen auf dem rechten Flügel antreten, nun da Olise eine entscheidende Rolle spielt, aber Gusto scheint sich nicht allzu viele Sorgen zu machen. „Ich glaube nicht, dass es eine große Besorgnis darstellt, angesichts der Spieler, die wir vor uns haben. Ousmane hat in der zweiten Halbzeit seine Flexibilität bewiesen, aber er wechselt sich auch mit Michael ab. Alle verstehen sich gut und sind sowohl auf als auch neben dem Platz vereint.“
Auch die Zusammenarbeit mit Cherki wird gelobt: „Es ist ein Vergnügen, mit ihm zu spielen. Wir verstehen uns sehr gut, er ist ein Spieler mit großem Talent“, so Gusto über den jungen City-Star. Er blickte zudem auf das enttäuschende erste Spiel gegen Senegal zurück und erklärte: „Wir haben alle miteinander gesprochen. Die Aclimatisation an das Feld, die Hitze – Senegal hat uns wehgetan, und der Bundestrainer hat uns einige Dinge klar gemacht.“
Ein Blick auf das Welttoernier hat Gusto besonders beeindruckt: „Das Hattrick von Messi und unsere starke zweite Halbzeit – das sind meine Highlights bisher.“
Akliouche, dessen Position durch Olises Aufstieg erschwert wird, sieht die Situation realistisch. „Ich verstehe mich gut mit ihm. Wir haben alle gesehen, was er im Bayern und bei Frankreich leisten kann. Es ist toll, ihn dabei zu haben“, lobt er Olise. Auch Dembélé erhält ein positives Feedback: „Er ist ein großartiger Mensch, der Weltfußballer, und er wird bei dieser Weltmeisterschaft alles geben.“
Wie sein Teamkollege glaubt auch Akliouche nicht, dass Dembélé durch eine Verschiebung auf den rechten Flügel in den Hintergrund gedrängt wird: „Ich glaube, alle haben Freiheit. Ich vertraue darauf, was der Bundestrainer entscheidet. Es ist eine Frage des Gleichgewichts, und es wird gut gehen. Außerdem tauschen sie oft Positionen und verstehen sich hervorragend.“
Die kommenden Tage werden zeigen, ob sich diese taktischen Überlegungen in einem fulminanten Sieg gegen den Irak niederschlagen werden. Eines ist jedoch klar: Frankreich verfügt über eine unglaubliche Tiefe im Kader, und der Wettbewerb um die Plätze ist hart, aber fair. Die Fans dürfen sich auf ein spannendes Spiel freuen.
