Frankfurter pokal-aus: ein heber über walls und das bittere 0:1

Die Svenja Huth hat es wieder getan. Ihr Abscher-Schlenzer in der 35. Minute lässt Eintracht Frankfurt im AOK-Stadion mit leeren Händen dastehen und begräbt den DFB-Pokal-Traum der Hessen schon im Viertelfinale.

Die Niederlage schmeckt doppelt bitter, weil Laura Freigang und Nina Lührßen in der ersten Halbzeit alles hatten, nur nicht das Netz. Freigang scheiterte zweimal, Lührßens Hereingabe landete statt im Tor am Pfosten. Wer seine Chancen nicht nutzt, bestraft das Leben – oder eben Wolfsburg.

Wie ein kaputter reifen: der riss in der frankfurter kette

Der entscheidende Moment war keine Glanztat der Gastgeber, sondern ein Zusammenbruch in der Frankfurter Defensive. Elisa Senß rutschte bei der Rettung weg, der Ball sprang zu Huth, der Schuss wurde von Lührßen unhaltbar abgefälscht – 1:0. Eine Szene, die in Lehrbüchern stehen könnte unter „Kollektives Blackout“.

In Halbzeit zwei verwandelte sich das Spiel in eine Dauer-Welle Richtung Wolfsburger Tor. Doch statt Toren regnete nur noch Verzweiflung. Memeti suchte den Durchsteckpass, fand aber nur Johannes im Tor. Doorsoun kam per Kopf heran, scheiterte an der Lattenunterkante. Die Statistik: 68 Prozent Ballbesitz, 14 Torschüsse, null Treffer. Football nennt man so etwas „Empty calories“.

Jetzt bleibt nur der europapokal – und der frust

Jetzt bleibt nur der europapokal – und der frust

Kleiner Trost: Am 25. März geht es gegen BK Häcken im UEFA-Cup-Halbfinale weiter. Aber die Pokal-Enttäuschung nagt. Trainer Niko Arnautis stapfte nach Abpfiff mit hängender Schulter in den Kabinententrakt, Sportdirektorin Babett Peter wird ihren Satz über „zwei realistische Titel“ nun umschreiben müssen.

Die Wölfe feiern, Frankfurt grübelt. Und irgendwo in den Wolfsburger Nachtclubs dürfte Svenja Huth gerade einen Drink auf ihre alte Liebe bestellen: den verunglückten Rettungsschlag eines Gegners.