Florenz stürzt ab: nur 29 punkte nach 30 spielen – die drittschlechteste saison aller zeiten

Die Zahlen sind ein Schlag ins Gesicht der Tifosi: Nach 30 Serie-A-Tagen hat die Fiorentina gerade einmal 29 Punkte geholt. Sechs Siege, elf Remis, dreizehn Niederlagen – das ergibt 32 Procent der möglichen Zähler und katapultiert die Viola auf Rang drei der ewigen Negativliste. Schlimmer war nur die Mannschaft von 1937/38 (25 %) und die Bankrottruppe von 2001/02 (24 %). Der Abstieg 1978 mit Carletto Mazzone? Damals klingelte es immerhin 42 % – ein Luxus, von dem die aktuelle Elf nur träumen kann.

Die flops von gestern werden zu den katastrophen von heute

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Trainerwechsel half nichts. Erst versuchte es Pioli, dann übernahm Vanoli – beide scheiterten an derselben Schwäche: Tore nur im Vorbeigehen, Punkte nur im Stottern. Die 2:3-Heimpleite gegen Lecce am 2. November im Stadio Artemio Franchi war kein Ausrutscher, sondern die logische Folge eines Kollektivs, das sich selbst nicht mehr versteht. Die Gegner wissen, dass ein frühes Tor reicht, um die Köpfe hängen zu lassen. Die Statistik bestätigt: Nach Rückstand kassierte Florenz in dieser Saison 78 % der möglichen Niederlagen.

Und jetzt? April wird zum Monat der Wahrheit. Gegen Mailand, Turin und Neapel warten direkte Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg. Drei Siege würden reichen, um die 40-Punkte-Marke zu knacken – ein Wert, der in den letzten zehn Jahren immer zum Klassenerhalt reichte. Doch selbst das wäre nur ein Pflaster auf einer Wunde, die bis auf die Knochen reicht. Die Fiorentina ist nicht mehr der Underdog, der zufällig strauchelt, sondern ein strukturelles Problem mit Passierschein für die Serie B.

Kurz vor Mitternacht schalteten die Lichter im Franchi einzeln aus. Die Fans sangen noch fünf Minuten, dann herrschte Stille. 29 Punkte nach 30 Spielen – das ist kein Ausrutscher, das ist eine Devise. Wer so spielt, muss unten landen.