Flop-elf des jahres: de gea & co. versenken fantakarten
Es ist der Albtraum jedes Fantatrainers: Stars, die plötzlich ständig rot blinken. Nach 30 Spieltagen steht eine Troika fest, die in dieser Saison nichts als Frust verbreitet – und mitunter ganze Ligen sprengt.
De gea fällt auf 4,9 – torwart-tief ohne vergleich
David de Gea war einst Europas Elfmeterkiller, in Florenz wirkt er wie vertagt. 15 Partien, 4,9 Punkte Schnitt: Noch nie zuvor fand sich ein Keeper mit mehr als 15 Einsätzen auf dem letzten Rang der Fantasy-Rangliste wieder. Dahinter steckt nicht nur eine wacklige Defensive, sondern auch die fatale Statistik von nur zwei gehaltenen weißen Westen seit November.
Die Flanke kommt, die Stimmung kippt. Links wie rechts geht es weiter. Lazio liefert gleich zwei Außenbahn-Bremsen: Nuno Tavares und Luca Pellegrini dümpeln bei 5,5. Luca Ranieri (5,6) und Udineses Ehizibue (5,6) folgen dicht auf, doch die Nullnummer der Außen ist symptomatisch für Maurizio Sarri’s System, das sich in dieser Saison als ideenlos entpuppt.

Morata trifft doppelt – ins fantastadium der verlierer
Alvaro Morata war AC Mailions Hoffnungsträger, nun steht er für das Desaster. Kein Treffer, ein verschossener Elfmeter gegen Neapel, 5,3 Punkte. Die Zahl nagt an Mailands Tabellenregion wie an den Nerven der Tausenden, die ihn für 42 Millionen erwischten.
Die Kollegen Cheddira (5,7) und Amine Sarr (5,7) spielen die Statistik nur weiter. Cheddira wollte zwischen Sassuolo und Lecce Durchbruch werden – wurde zur Fußnote. Sarr war letzte Saison noch Torgefahr, heute wirkt er wie ein vergessenes Lesezeichen in einem Roman, der keine Spannung mehr bietet.
Das Mittelfeld komplettieren Bondo und Sohm (je 5,5), beide wechselten sich zwischen Florenz und Bologna ab – und versenkten jeweils die eigene Fantabewertung. Neil El Aynaoui (5,6) wurde in Rom als neue Pirlo-Generation angepriesen, blieb aber blass wie die Stadionbeleuchtung bei einem Abendspiel ohne Tore.
Was bedeutet das für die 8.000.000 aktiven Fantamanager? Die Transferphase beginnt neu, doch die Erinnerung bleibt. Diese Elf ist ein Mahnmal für alle, die glaubten, Namen würden automatisch Punkte liefern. Die Serie A lehrt uns einmal mehr: Form ist kurzfristig, Klasse ist zahlbar – und manchmal ist sie es eben auch nicht.
