Antonelli schlägt erneut zu: suzukas pole gehört mercedes' teenager

Ein 19-Jähriger jagt die Königsklasse. Kimi Antonelli nagelt die Silberpfeile zum zweiten Mal hintereinander auf Startplatz eins – diesmal in Suzuka. Mercedes dominiert, Max Verstappen verflucht sein Auto.

Russell wird abgehängt, mclaren folgt dicht

0,298 Sekunden. So viel fehlte George Russell auf die eigene Torwand. Der WM-Spitzenreiter musste im Q3 eine halbe Sekunde nachlegen, doch Antonelli war schon im Ziel. Dahinter sortierten sich Oscar Piastri (McLaren), Charles Leclerc (Ferrari) und Lando Norris (McLaren) ein – allesamt innerhalb von acht Zehntel. Lewis Hamilton landete auf Rang sechs, sein schwächstes Suzuka-Qualifying seit 2013.

Die Zahlen langen aus: Mercedes fuhr in fünf der letzten sechs Sessions die Bestzeit. Der Beweis, dass das neue Reglement mit Hybrid-Plus und 50 % Elektroboost die Sterne nicht stoppt, sondern befeuert.

Verstappen rast außerhalb der top ten

Verstappen rast außerhalb der top ten

Platz elf. Für den vierfachen Suzuka-Sieger eine Ohrfeige. „Das Auto ist plötzlich unfahrbar“, knurrte Verstappen noch im Radio. Red Bulls RB22 rutschte durch die 130R wie auf Seife, die Hinterachsseite blockierte in Degner. Er verpasste Q3, die längste Durststrecke seiner Karriere. Der Niederländer, der Hybrid-Boost als „Witz“ bezeichnete, kassierte die Quittung auf der Strecke.

Nico Hülkenberg blieb mit dem neuen Audi ebenfalls unter Erwartungen: Rang 13. Der Emmericher wartet weiter auf Zähler in seiner zwölften Saison. Teamkollege Gabriel Bortoleto schob sich mit Platz neun sogar vor den Routinier – erste Duftmarke für das Neulingsteam.

Die saison nimmt eine zwangspause

Die saison nimmt eine zwangspause

Nach dem Rennen am Sonntag folgt Leere. Krieg in Nahost stoppt Bahrain und Jeddah – die Formel 1 pausiert bis Mitte Mai. Drei Frontrunden, dann sieben Wochen Stille. Zeit für Verstappen, das System zu verstehen. Zeit für Antonelli, die Liga zu erobern.