Flick zieht seine spur: barça-verbleib bis 2028 fix

Hansi Flick hat sich festgelegt. Nach Wochen des Takteins sagt der Bayern-Münchner mit Katalanen-Pass: Ich will hierbleiben. Der 59-Jährige bestätigte am Montag, dass er die im März stillschweigend verlängerte Klausel bis 2028 aktiv nutzen will. „Das ist mein Plan“, sagte er knapp, und die Stimme klang so klar wie sein Pressekonferenz-Kaffee.

Warum er jetzt doch spricht

Noch vor dem Clásico hatte Flick jede Saison-Analyse verneint. „Nach dem letzten Pfiff“, lautete seine Standardschallplatte. Doch die Zahlen nötigen ihn auf die Vorderbühne: neun Punkte Vorsprung auf Real, 82 Tore, nur 25 Gegentore. Laporta hatte ihn öffentlich gedrängt: „Er hat sich die Verlängerung verdient.“ Flick lächelte damals nur. Jetzt liefert er die Quittung – und verlagert den Druck zurück auf den Präsidenten.

Die Kalkulation ist simpel. Gewinnt Barça die Meisterschaft, winken 25 Millionen Euro Primien plus Champions-League-Präsenz. Verpasst man die Königsklasse, platzt die Gehaltsblase. Flick will beides: Titel und Baugrube. „Ich will Trainer sein, wenn das neue Camp Nou seine Tore öffnet“, sagt er. Der Termin: Dezember 2026. Sein Vertrag läuft also bis zur Einweihung – und ein Jahr darüber hinaus.

Die machtfrage im klub

Die machtfrage im klub

Hinter den Kulissen ringen Laporta und Sportchef Deco um die Kompetenzen. Flick pocht auf Mitsprache beim Kader. Das Sommer-Budget: 60 Millionen plus Verkäufe. Jude Bellingham war intern Thema, die Preisschraube dreht sich bei 120 Millionen. Flick will lieber einen Sechser und einen linken Verteidiger. „Wir brauchen Breite, nicht nur Stars“, sagt er und spielt damit auf die verletzungsbedingten Einbrüche im Winter an.

Entscheidend wird die Woche nach dem letzten Liga-Spiel. Dann trifft sich der Aufsichtsrat. Laporta braucht eine klare Kampfansage, um interne Rivalen zu beruhigen. Flick liefert sie – mit dem Charme eines Mannes, der schon in München Leroy Sané auf die Bank gesetzt hat. „Ich bin hier, weil ich gewinnen will. Und gewinnen werde ich“, sagt er. Mehr Drohkulisse braucht er nicht.

Am Mittwoch gastiert Celta Vigo. Ein Sieg, und der Vorsprung wächst auf zwölf Punkte. Die Meisterschaft wäre so gut wie gelaufen. Flick wischt sich die Haare aus der Stirn. „Wir haben noch drei Finals“, sagt er. Das erste steht in Galicien an. Danach folgt die echte Finalwoche – in der er nicht nur den Titel, sondern auch seine Zukunft einpackt.