Flensburg bangt, doch viertelfinaleinzug in der ehf european league perfekt

Ein Remis gegen Skanderborg-Aarhus reichte der SG Flensburg-Handewitt zwar, um das Viertelfinale der EHF European League zu erreichen, doch die Leistung ließ bei den Norddeutschen zu wünschen übrig. Der verpasste Sieg und eine schwache zweite Halbzeit sorgten für Unmut im Lager der Titelverteidiger.

Jakobsen kritisiert: „zweite halbzeit war nicht gut“

Die Freude über den Einzug ins Viertelfinale wird von der Kritik an der eigenen Leistung getrübt. Emil Jakobsen drückte seine Enttäuschung gegenüber dem Instagram-Kanal der SG deutlich aus: „Leider Unentschieden gespielt. Das war nicht, was wir wollten.“ Besonders die zweite Halbzeit bereitete dem Linksaußen Kopfzerbrechen. „Ich finde, wo wir schlecht gespielt haben, war in der zweiten Halbzeit, wo wir zu viele Fehler gemacht haben“, so Jakobsen. Ein klarer Appell zur Verbesserung steht also aus.

Doch es gab auch versöhnliche Stimmen. Lasse Möller relativierte die Situation angesichts der schwierigen Umstände: „Das war eine hammerschwere Aufgabe.“ Skanderborg habe alles daran gesetzt, den Rückstand wettzumachen. „Sie haben den Rückstand hundertprozentig gejagt“, bestätigte Möller.

Erschöpfung und angeschlagener pytlick bremsen die sg

Erschöpfung und angeschlagener pytlick bremsen die sg

Die SG Flensburg-Handewitt stand vor einer enormen Herausforderung. Nur drei Tage zuvor hatten die Handballer einen kräftezehrenden Auswärtssieg in Hannover gefeiert. Zudem musste Trainer Maik Machnacz auf den angeschlagenen Simon Pytlick verzichten, der lediglich von der Bank aus zusahute. Diese Faktoren schienen die Leistung der Mannschaft spürbar zu beeinträchtigen.

Trotz der Schwächen in der zweiten Halbzeit zeigte sich Möller zufrieden mit dem Gesamtergebnis: „Ich finde eigentlich, über 60 Minuten war das okay. Ich bin richtig zufrieden, dass wir weitergekommen sind.“ Die Erleichterung über den Einzug ins Viertelfinale ist spürbar.

Das nächste Duell im Viertelfinale wird ein norddeutsches Derby: Die SG Flensburg-Handewitt trifft auf die Recken aus Wetzlar. Die bisherigen Bundesliga-Begegnungen gingen beide an die SG, nun gilt es, diese Erfolgsserie in der European League fortzusetzen, um erneut ins Final4 zu gelangen. Die Chance, den Titel bereits zum dritten Mal in Folge zu erringen, ist real, doch der Weg dorthin ist mit Hürden gepflastert. Die Recken werden alles daran setzen, das deutsche Duell spannend zu gestalten.