Finalissima abgesagt: spaniens verband verliert pokal-kracher gegen argentinien

Kein Messi gegen Rodri, keine Tango-Rhythmen im Bernabéu: Die Finalissima, das Prestige-Duell zwischen Europas Champion Spanien und dem Copa-Halter Argentinien, ist Geschichte. Der Termin am 27. März in Katar fiel wegen des Iran-Konflikts ins Wasser, und jetzt ziehen auch alle Ersatzpläne den Stecker – weil Buenos Aires einfach nicht mitspielt.

Warum argentinien nein sagte

Der Hintergrund ist ein Machtpoker zwischen der CONMEBOL und der UEFA. Buenos Aires pochte auf die kompletten TV- und Ticketerlöse, die man in Doha bereits kassiert hatte – rund 80 000 Karten waren verkauft. Die UEFA bot stattdessen ein 50:50-Modell im Bernabéu an, dann eine Hin- und Rückrunde, schließlich ein neutrales Stadion in Europa. Alles abgelehnt. Lionel Scaloni liebäugelt ohnehin nicht mit dem Spiel; er erinnert sich an das 1:6 gegen Spanien vor der WM 2018 und will seine Stars vor der Copa América 2028 schonen.

Der Verband in Madrid ließ keine Option ungenut: San Siro war kurzfristig im Gespräch, das Qatari Organising Committee bot sogar an, die Partie in Europa zu verlegen und die Gagen zu garantieren. Doch die AFA blockierte bis zur letzten Minute. Ohne Gegner kein Spiel – und so kam das Aus.

Was die absage für den sport bedeutet

Was die absage für den sport bedeutet

Die Finalissima war als Dauerformat gedacht, ein Supercup zwischen Kontinenten, der Werbegelder und Streaming-Millionen locken sollte. Nun fehlt der UEFA ein Top-Event im März-Fenster, Spanien verliert ein Heim-Spektakel und Argentinien lässt Messi & Co. vor heimischem Publikum vermissen. Der finanzielle Schaden liegt im einstelligen Millionenbereich – ein Schlag ins Kontor kurz vor der neuen Rechteperiode 2027-30.

Kurios: Die erste Auflage 2022 lief glatt. Argentinien schoss Italien in Wembley mit 3:0 ab, die FIFA jubelte über 87 000 Zuschauer. Drei Jahre später zerplatzt das Milliarden-Projekt am Eigeninteresse eines Verbandes. Die Botschaft ist klar: Solange Globale Politik und nationale Egoismen kollidieren, bleibt auch der schönste Sport manchmal auf der Strecke.