Fabregas schickt como mit diao und paz gegen roma: perrones schock und die mars-meldung
Cesc Fabregas lacht nicht. Vor dem Duell mit der Roma redet der Como-Coach wie ein Mann, der weiß, dass eine einzige Fehlanzeige seine Saison trüben kann. Perrone ist angeschlagen, Diao war kurz vor dem Kollaps, Nico Paz darf nicht in die Mitte. Und trotzdem fordert er „das perfekte Spiel“.
Perrone: 60 % zweifel, 100 % bedeutung
Der Argentinier hat Training individuell absolviert, das Knie ist angeschwollen, das Blut muss raus. „Er ist verängstigt“, sagt Fabregas offen. Letzte Saison fiel Perrone drei Monate aus – wegen eines ähnlichen Schlags. „Dass er wichtig ist, wissen selbst auf dem Mars alle.“ Die Wahrscheinlichkeit, dass er morgen mitwirkt, taxiert der Spanier auf 40 %. Ein Einsatz wäre ein Wunder, ein Verzicht ein Risiko.

Diao: 30 minuten vor dem aus
In der TV-Show klang es nach Drama. Hier klingelt es nach Realität. „Er spürte eine Stromschiene in der alten Verletzung“, berichtet Fabregas. Diao trainierte danach allein, konnte aber die komplette Woche mit der Mannschaft verbringen. „Er ist nominiert, wenn nichts dazwischenkommt.“ Die Körpersprache des Trainers verrät: Er traut der Sache nicht ganz.

Nico paz: kein sechser, sondern ein zehner mit ferrari-instinkt
Fabregas schmunzelt, als die Frage kommt, ob Paz auf der Sechser-Achse startet. „Nein. Er ist ein Spieler für die dritte Zone, eine zweite Spitze.“ Paz denkt mit dem ersten Kontakt, nicht mit der Kopfbedeckung. „Wenn er tief steht und den Ball verliert, haben wir keinen Perrone oder Baturina, der aufräumt.“ Der 20-Jährige soll künftig vielleicht dort spielen – aber nicht, solange Como gegen Dybala und Pellegrini punkten muss.
Roma: markt-coup und gasp-echo
„Die Roma hat das Niveau am meisten angehoben“, schwärmt Fabregas. Malen, Hermoso, ein ganzes Kapitel an Ersatzbank. „Wenn du einen schlechten Tag erwischst, zerstören sie dich im Konter.“ Er sieht Parallelen zu Gasperinis Atalanta: „Identität spürbar in jedem Spielzug.“ Doch er will nicht von Gasperini lernen, sondern ihn schlagen.
Como-identität: pressing, körper, cult
„Wir wollen hoch, laut und mit körperlicher Übermacht spielen.“ Das sagt er nicht als Slogan, sondern als Notwendigkeit. Roma hat 27 Tore nach Ballverlusten erzielt – nur Bayern und Leverkusen sind weltweit effizienter. Como muss die Lücke zwischen den Linien vernichten, sonst wird Svilar oder Jean Butez zum Helden.
Fans: „energie multipliziert sich“
Das Giuseppe Sinigaglia war in der Serie B schon ein Kessel. Jetzt, mit der Roma im Stadion, droht Ekstase. „Wenn Tribüne und Mannschaft eins werden, werden wir stärker als unsere Einzelteile.“ Fabregans Appell: „Wir müssen diese Spannung nähren, nicht konsumieren.“
Champions-league-talk? nicht mit ihm
Die Tabellenrechner auf Twitter zeigen Como auf Rang drei. Fabregas zuckt mit den Schultern. „Wenn wir jetzt über Champions League sprechen und es klappt nicht, sind wir gescheitert? Nein.“ Die Saison hat erst 29 Spieltage, der Trainer hat nur die nächste 90 Minuten im Kopf.
Die wahrheit zum schluss
Como hat in dieser Saison schon in Neapel und gegen Juventus gewonnen. Beide Male mit Perrone als Dreh- und Angelpunkt. Ohne ihn war das Mittelfeld ein offener Lattenrost. Fabregas kennt die Rechnung: Mit Perrone sind seine Protagonisten komplett, ohne ihn muss Paz plötzlich erwachsen werden. Die Roma reist an den Comer See, um zu beweisen, dass Geld plus Talent auch ohne Titel funktioniert. Como will beweisen, dass ein Dorf mit 80 000 Einwohnern die große Oper übertönen kann. Die Bühne steht, der Vorhang zittert. Anpfiff ist Samstag, 20.45 Uhr – und Fabregas hat sich für 90 Minuten die Seeurknall-Maske aufgesetzt.
