Evenepoel: von höhenflügen und tiefschlägen – kann er in flandern punkten?
Remco Evenepoel, der belgische Superstar des Radsports, erlebt eine Saison voller Kontraste. Nach einem furiosen Saisonstart und seinem Triumph bei der Vuelta a España 2022, kämpft der 26-Jährige derzeit mit Formschwankungen und Kritik. Doch der „Tour de Flandern“ könnte die Chance zur Wiedergutmachung bieten.
Ein vielversprechender saisonbeginn, ein enttäuschendes uae tour
Der Beginn des Jahres versprach viel: Sechs Siege in nur vier Rennen, darunter ein spannender Mannschaftseinsatz. Doch das „UAE Tour“ offenbarte Risse in der Form des Belgiers. Ein enttäuschendes Abschneiden mit über zwei Minuten Rückstand auf den späteren Gesamtsieger Isaac del Toro warf Fragen auf. Sein Sportdirektor Klaas Lodewyck äußerte offen: „Das Niveau im „UAE Tour“ ist für ihn aktuell zu hoch.“
Die anschließende dreiwöchige Trainingslagerpause auf dem Teide, die durch Schneebedingungen sogar eine Rettungsaktion erforderte, sollte neue Kraft tanken. In Katalonien zeigte Evenepoel zwar eine leichte Verbesserung, blieb aber hinter den Erwartungen zurück und konnte Jonas Vingegaard nicht gefährden.

Die „ronde“ als chance zur rehabilitation
Doch dann kam der „Tour de Flandern“. Mit der prägnanten Botschaft „Flandes, bist du bereit?“, kündigte Evenepoel seinen Anspruch an. Und er hielt, was er versprach. Ohne spezifische Vorbereitung auf das Monument zeigte der Belgier eine beeindruckende Leistung und bewies, dass er zu den Top-Favoriten auf den Klassikern gehört. „Es ist wie ein kleiner Sieg für mich. Das schönste Podest, das sich ein Radfahrer vorstellen kann“, erklärte Evenepoel nach dem Rennen.
Seine Fahrweise, die sich ideal für Rennen auf Kopfsteinpflaster eignet, ließ bereits auf ein starkes Auftreten schließen. Auch eine mögliche Teilnahme an „Paris-Roubaix“ wird diskutiert, obwohl sein Team, Red Bull – BORA, den Fokus vorerst auf die Ardennen-Klassiker legt. „Die „Paris-Roubaix“ ist ein Ziel, das wir in den kommenden Jahren in Betracht ziehen können“, so das Team.

Die verpasste chance in san remo
Ein weiterer Diskussionspunkt ist Evenepoels Absage an die „Milano-Sanremo“. Er räumte ein: „Es war eine spontane Entscheidung, und ich bedauere es ein wenig. Das Finale könnte mir sogar zugutekommen.“ Mit einem Augenzwinkern kündigte er an: „Vielleicht nehme ich im Jahr 2027 teil.“
Die Pläne von Remco Evenepoel bleiben ungewiss. Doch eines ist klar: Der belgische Radsportstar wird weiterhin für Gesprächsstoff sorgen und mit seiner beeindruckenden Persönlichkeit und seinen Leistungen die Fans begeistern. Die kommenden Rennen werden zeigen, ob er seine Form wiederfinden und seine Ambitionen verwirklichen kann.
