Euroliga: trainer-karussell erreicht neue höchststände – dubai entlässt golemac!
Ein Schock für die Basketballfans in Dubai: Nur wenige Tage vor dem entscheidenden Saisonfinale entließ der Dubái Basketball Jurica Golemac. Der Kroate, der noch bis 2028 unter Vertrag stand, soll die Mannschaft nicht in die Lage versetzt haben, die Play-in-Runden zu erreichen – ein Kampf, in dem sie sich mit dem FC Barcelona messen. Aleksander Sekulic, der slowenische Nationaltrainer, übernimmt das Ruder.

Die euroliga bebt: ein halbes dutzend trainerwechsel in einer saison
Die Entlassung von Golemac ist kein Einzelfall. In dieser Saison hat bereits die Hälfte der teilnehmenden Teams ihren Trainer gewechselt. Eine schwindelerregende Zahl, die die zunehmende Ungeduld in der Euroliga-Führungsebene unterstreicht. Neben Dubai waren es bereits der FC Barcelona, Partizan Belgrad, Bayern München, Anadolu Efes Istanbul, Virtus Bologna und Paris Basketball, die sich von ihren Trainern trennten. Die Liste der freiwilligen Abgänge ist ebenso beeindruckend: Zeljko Obradovic verließ Partizan, Ettore Messina den Armani Mailand, und Vassilis Spanoulis seinen Posten in Monaco. Ein wahrer Trainer-Karussell!
Die finanzielle Anstrengung, die die Euroliga-Klubs betreiben, scheint den Druck auf schnelle Erfolge enorm zu erhöhen. Der Dubái Basketball, dessen Debüt in der Liga durch die aktuelle Lage in der Region zusätzlich erschwert wurde (die Spiele mussten in Sarajevo ausgetragen werden), hat dennoch eine respektable Leistung gezeigt. Mit leichten Chancen auf einen Platz unter den Top 10 geht es nun in die letzte Begegnung gegen Valencia Basket. Dabei ist es ein Leichtes für Barcelona gegen Bayern im Palau.
Doch die Frage bleibt: Wie lange kann ein Trainer in einem Umfeld, das von hohen Erwartungen und ständigen Veränderungen geprägt ist, wirklich arbeiten? Die Entlassung von Golemac ist ein mahnendes Beispiel für die kurzsichtige Denkweise, die in der Euroliga-Führungsebene vorherrscht – und für die Basketballwelt, die sich in einem Teufelskreis aus Geld und Erfolg zu befinden scheint. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 19 Siege und 18 Niederlagen in der Hauptrunde, gleichzeitig die Führung in der ABA League mit 15:1 – eine Bilanz, die in anderen Ligen für Lobeshymnen sorgen würde, in der Euroliga aber offenbar nicht ausreicht.
