Eishockey-wm: schweiz stellt sich dem albtraum schweden!
Ein Schock für die Schweizer Eishockey-Fans? Nach einer Vorrunde, die vor Perfektion nur so strotzte, trifft die Nationalmannschaft im Viertelfinale der WM auf den ewigen Angstgegner: Schweden. Die „Tre Kronor“, elfmalige Weltmeister, stellen für die Schweizer eine Zitterpartie dar, deren Schatten seit Jahren über das Team liegt.
Die bilanz spricht eine deutliche sprache
Die Erinnerungen der Schweizer Fans sind alles andere als rosig. Von WM-Finales 2013 und 2018 über Halbfinal-Niederlagen 1992 und 1998 bis hin zu Viertelfinal-Pleiten 2017 und 2006 – Schweden scheint ein Fluch für das Schweizer Team zu sein. 26 von 30 Partien gingen in der Vergangenheit verloren, auch die beiden Testspiele vor der WM endeten deutlich für die Skandinavier. Doch Nico Hischier, NHL-Star und Hoffnungsträger der „Nati“, lässt sich davon nicht beirren: „Schweden ist ein gutes Team. Wir fokussieren uns auf uns.“
Trainer Jan Cadieux teilt diese selbstbewusste Haltung. „Am Ende haben wir hohe Ziele, und um sie zu erreichen, musst du jede Mannschaft schlagen.“ Auch den elfmaligen Weltmeister. Die freiwillige Niederlage gegen Finnland, um den vermeintlich leichteren Gegner zu treffen, kam für die Schweizer nicht infrage. „Ich als Athlet dulde eine solche Einstellung nicht“, betonte Hischier nach dem 4:2-Sieg gegen Finnland, dem siebten Erfolg in sieben Vorrundenspielen.

Ein neuanfang nach dem skandal
Das Team steht zudem vor einer ungewöhnlichen Situation. Der Skandal um ein gefälschtes Corona-Impfzertifikat und die daraus resultierende Entlassung des langjährigen Erfolgstrainers Patrick Fischer haben die Vorbereitung überschattet. Cadieux, zuvor Co-Trainer und eher ein „Anti-Fischer“, übernahm das Ruder früher als geplant. Ob dies der Beginn einer neuen Ära sein könnte, bleibt abzuwarten. Doch die „Nati“ scheint unbeeindruckt von den Turbulenzen zu sein und präsentiert sich in Topform.
Die Partie am Donnerstag (20.20 Uhr/ProSieben MAXX und MagentaTV) verspricht ein packendes Duell zu werden. Die Schweiz muss ihre Vergangenheit hinter sich lassen und sich auf die Gegenwart konzentrieren, wenn sie den Albtraum Schweden endgültig beenden und den ersten WM-Titel feiern will.
