Futkeu sticht – und reißt essens traum mit sich!

Fürth hat die Relegation gegen Essen überstanden, aber der Sieg schmeckt bitter. Noel Futkeu, der gebürtige Essener, traf zum 1:0 und provozierte anschließend die gegnerische Bank. Ein Auftritt, der für heftige Kritik sorgte und den Traum vom Aufstieg für die Rot-Weissen im Albtraum enden ließ.

Die eskalation nach dem tor

Die eskalation nach dem tor

Die 29. Minute: Noel Futkeu erzielt die Führung für die SpVgg Greuther Fürth. Doch statt Jubelstürme folgte eine Geste, die für Aufruhr sorgte. Futkeu wandte sich zunächst Ben Hüning zu, sprach ihm einige Worte entgegen und zeigte anschließend vor der Essener Bank eine „Blablabla“-Geste. Hüning reagierte sichtlich verärgert: „Für mich komplett daneben, komplett lächerlich, das geht einfach nicht. Es ist einfach unsportlich.“

Die Vorgeschichte ist brisant: Futkeu stammt aus Essen und wechselte 2019 von Schwarz-Weiß Essen zu RWE. Dass er nun ausgerechnet seinem ehemaligen Verein in einer so emotionalen Relegation den Garaus macht, dürfte die Situation zusätzlich anheizen. Der Angreifer selbst wollte sich zur Szene nicht ausführlich äußern: „Ich gehe nicht auf ihn ein, möchte ich nicht. Wir haben gewonnen, Klassenerhalt, fertig.“

Doch die Provokationen blieben nicht ohne Folgen. Bereits im Hinspiel war Futkeu im Fokus gestanden, nachdem der Fürther Coach Heiko Vogel erklärt hatte, dass es das Ziel sei, den Top-Torschützen der Liga aus dem Spiel zu nehmen. Futkeu bewahrte die Nerven und vermied eine Gelbe Karte, die ihn für das Rückspiel gesperrt hätte. Im entscheidenden Duell lieferte er sich ein intensives Duell mit Hüning.

Die Freude über den Klassenerhalt konnte Futkeu jedoch nicht verbergen: „Ich bin überglücklich, überglücklich. Das war genau die Art und Weise, wie ich mich verabschieden wollte.“ Sein Abgang nach Frankfurt, wo er mit einer Rückkaufoption auf ihn wartet, steht bereits fest. Die Jahre in Fürth waren für ihn „sehr, sehr wichtig“: „Ich konnte mich sehr gut weiterentwickeln, bin gereift als Spieler, als Mensch, hab wirklich vieles dazugelernt.“

Die Entscheidung für Futkeu war ein Glücksgriff für Fürth, aber für Essen bedeutet sie den bitteren Abstieg in die Drittklassigkeit. Ein Sieg, der mit einem umstrittenen Auftritt und einem gebrochenen Traum verbunden ist.