Eishockey-wm 2026: schweiz startet ohne deutsche nhl-stars – das steckt hinter dem debakel-kader
Zürich und Fribourg sind bereit, Deutschland nicht. Am Freitag fällt der erste Bully zur 89. Eishockey-Weltmeisterschaft – und das DEB-Team reist mit dem blutleersten Kader seit Jahren an. Kein Draisaitl, kein Stützle, kein Peterka. Stattdessen fünf Debütanten und ein Ziel, das seit 2018 wieder Illusion bleiben könnte.
Die arena-plan: zürich bekommt das finale, fribourg die viertel-show
Die Swiss Life Arena in Zürich schluckt 10.000 Fans, die BCF Arena in Fribourg 7.500. Die Schweiz vertraut erstmals seit 2009 wieder auf ihre Doppel-Spitze – und verteilt die K.o.-Spiele fair. Deutschland startet in Zürich, muss aber spätestens beim Viertelfinal-Umzug in den Westen reisen. Finale: 31. Mai, 20.15 Uhr, Zürich. Karten sind restlos weg.

Deutsches problem: 13 von 25 olympia-kräften fehlen – kreis muss improvisieren
Bundestrainer Harold Kreis nimmt 25 mit, aber nur 13 standen vor vier Monaten noch in Mailand auf dem Eis. Die Liste der Abwesenden liest sich wie ein Who-is-Who des deutschen Hockey: Draisaitl, Stützle, Peterka, Reichel, Sturm – alles NHL-Treffer, alles weg. Dazu Moritz und Jonas Müller aus der DEL sowie Rieder und Schütz. Die Lücke füllen Jonas Stettmer (Final-MVP der DEL) und vier weitere WM-Neulinge. Die Devise lautet Viertelfinale – wie jedes Jahr. Nach dem Vorrunden-Crash 2025 klingt das wie schwarzer Humor.

Favoriten-check: kanada schickt crosby, usa verzichtet auf superstars
Die USA gewannen Olympia und WM – jetzt kommt Kanada mit Macklin Celebrini und Sidney Crosby zurück. Trotzdem: Die NHL-Playoffs klauen den Kanadiern diesmal MacKinnon & Co. Titelverteidiger USA verzichtet weitgehend auf Top-Namen; Matthew Tkachuk ist die größte Marke. Schweden, Finnland und Tschechien lauern. Und die Schweiz? Das Land träumt nach zwei Finals-Niederlagen endlich vom Gold – ohne Coach Patrick Fischer, der nach dem Fake-Corona-Zertifikats-Skandal abgelöst wurde.
Tv-plan: prosieben zeigt nur deutsche spiele – restliche 43 partien hinter paywall
Free-TV-Zuschauer bekommen nur deutsche Vorrundenspiele, Viertel- und Halbfinale sowie das Finale. ProSieben und ProSieben MAXX teilen sich die Sendeplätze. MagentaSport nimmt alle deutschen Spiele plus ein paar K.o.-Duellé, kostet aber Extra. Wer alles sehen will, braucht sporteurope.tv: 15 Euro für den Turnierpass – 43 Spiele exklusiv, kein Schnäppchen, aber die einzige Lücke im Markt.
Die Schweiz feiert ein Fest – Deutschland kann nur hoffen, nicht wieder vorzeitig die Koffer zu packen. Die Zahlen sind gnadenlos: Seit 2018 kein Viertelfinal-Einzug mehr, seit 2025 kein NHL-Block im Kader. Wenn Kreis’ improvisierte Truppe am 31. Mai noch in Zürich steht, wäre das die Sensation dieser WM. Sonst bleibt nur der Trost: In zwei Jahren sind die Spiele wieder in einem Land, das deutsche Pässe kennt.
