Schock für de kleijn: aggression beendet comeback!
Arvid de Kleijn, der niederländische Sprinter im Dienste des Schweizer Teams Tudor, steht vor einem ungewissen Comeback. Nicht sportliche Gründe, sondern eine brutale Attacke einer Jugendgang hat den 32-Jährigen aus dem Radsport-Rhythmus geworfen – und das, nachdem er bereits eine Kette von Rückschlägen überwinden musste.
Die bittere realität nach dem trauma
De Kleijn, der eigentlich bald wieder in den Peloton zurückkehren wollte, wurde bei einem Trainingsausflug in der Nähe von St. Oedenrode Opfer eines Überfalls. Eine Gruppe von Jugendlichen, vermutlich unter Alkoholeinfluss, begann ihn mit verbalen Attacken zu befeuern – und das mit Inschulten, die tief saßen: Sie spotteten über die Krankheit, an der sein Vater gestorben war. „Ich habe mich umgedreht und versucht, mit ihnen zu reden. Warum diese Worte?“, so de Kleijn in einem Interview mit De Telgraaf.
Doch statt eines Gesprächs folgte der Schock: Einer der Angreifer schlug zu, de Kleijn verlor das Bewusstsein und erlitt eine Nasenoperation. Glücklicherweise wurden neun der Täter festgenommen, der entscheidende Schlagmann ist jedoch weiterhin auf der Flucht. Der bevorstehende Prozess verspricht eine lange und belastende Zeit.

Ein jahr voller schicksalsschläge
Die Attacke ist nur der jüngste Tiefpunkt in einem Jahr, das für de Kleijn von Unglück geprägt war. Zunächst erlitt er einen komplizierten Schlüsselbeinbruch, kurz darauf wurde ihm die schwere Erkrankung seines Vaters mitgeteilt. Die Geburt seiner Tochter Fye gestaltete sich schwierig, und der Verlust seines Vaters traf ihn hart. „Es war eine turbulente Zeit“, gesteht der Sportler.
Trotz all dieser Rückschläge klammert sich de Kleijn an seine Karriere. „Mit 32 bin ich nicht mehr der Jüngste, aber ich habe immer noch die Motivation und den Ehrgeiz, noch ein paar Jahre zu fahren“, erklärt er. Er trainiert hart in Spanien, um wieder zu seiner Bestform zu finden. Die Rückkehr in den Wettkampf ist für ihn nicht nur eine sportliche Herausforderung, sondern auch eine Möglichkeit, den Stress abzubauen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Die Frage ist nun, ob er diese schwere Prüfung mental überwinden kann und ob die Justiz den Täter zur Rechenschaft ziehen wird.
Die Sportwelt steht bei ihm, aber die Narben dieser Attacke werden sicherlich noch lange spürbar sein. Ob de Kleijn jemals wieder die gleiche Leichtigkeit und Freude am Radfahren erleben wird, bleibt abzuwarten.
