Eishockey-schock: deutschland verpasst viertelfinale!

Die Hoffnung ist geplatzt: Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft muss die Segel streichen. Nach dem enttäuschenden Aus in der Vorrunde der Eishockey-Weltmeisterschaft steht fest, dass es für das Team von Bundestrainer Harold Kreis nicht weitergeht. Ein bitterer Rückschlag für den Deutschen Eishockey-Bund (DEB) und eine herbe Enttäuschung für die Fans.

Die entscheidung: lettlands sieg gegen ungarn

Die Entscheidung fiel bereits Stunden vor dem letzten Spiel der Deutschen gegen Großbritannien. Lettland besiegte Ungarn mit 8:1 und nahm dem DEB-Team damit die letzte theoretische Chance auf den Einzug ins Viertelfinale. Ein Ausrutscher der Letten wäre für Deutschland die Rettung gewesen, doch das blieb aus. Die WM-Träume sind damit jenseits aller Hoffnung.

Die Bilanz des DEB-Teams ist düster: Vier Niederlagen in den ersten Spielen gegen Finnland, Lettland, die Schweiz und die USA ließen wenig Raum für eine Wende. Die drei Siege gegen Österreich, Ungarn und Großbritannien kamen zu spät, um das Ruder herumzureißen. Kapitän Moritz Seider sprach nach dem Turnier von einer fehlenden „Identität“ im Team und kritisierte die vielen individuellen Fehler, die zu den Niederlagen führten. Seine Worte klangen wie eine Abrechnung, die den Finger an die offenen Wunden legte.

Kritik an bundestrainer kreis wächst

Kritik an bundestrainer kreis wächst

Die dritte Enttäuschung in Folge unter der Leitung von Bundestrainer Harold Kreis schürt die Diskussion um seine Zukunft. Nach den Olympischen Spielen und dem Vorrunden-Aus bei der letzten WM steht der Druck auf den 67-Jährigen nun höher denn je. Ob er auch beim Heim-WM-Turnier im kommenden Jahr an der Bande stehen wird, ist höchst fraglich. Der DEB-Vorstand kündigte eine Analyse an, doch die Zeichen stehen nicht gut für Kreis.

Die Fans in Zürich zeigten ihre Unzufriedenheit bereits deutlich, als Kreis bei der Vorstellung der Mannschaft ausgebuht wurde. Ein deutliches Signal, dass die Geduld mit dem Bundestrainer zu Ende geht. Die Frage ist, ob der DEB-Verband den Mut hat, einen Neuanfang zu wagen und sich von einem erfahrenen, aber offenbar überholten Trainer zu trennen. Die Zukunft des deutschen Eishockeys steht auf dem Prüfstand.