Deutschland testet vor wm: nagelsmann gibt überraschend kurze trainingseinheit
Die Vorbereitung auf die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA nimmt für die deutsche Nationalmannschaft eine ungewöhnliche Wendung. Bundestrainer Julian Nagelsmann hat für Montag ein kurzes Testspiel gegen Finnland angekündigt, das kaum länger als eine reguläre Partie dauern wird – und das vor dem Hintergrund eines eigentlich geplanten letzten intensiven Checks.
Kurze einsatzzeiten für die rotation
Nach dem deutlichen 4:0-Erfolg gegen die Finnen im vorletzten Testspiel gab Nagelsmann bekannt, dass die Partie am Montag lediglich dazu dienen soll, Spielern, die bisher weniger Einsatzzeit erhalten haben, eine weitere Möglichkeit zu geben, in einen Rhythmus zu finden. „Es wird nicht über 90 Minuten gehen, sondern zweimal 20, zweimal 25“, präzisierte der Bundestrainer. Diese Entscheidung signalisiert eine klare Fokussierung auf die Fitness und den Rhythmus einzelner Spieler, anstatt auf taktische Experimente kurz vor dem Turnierbeginn.
Die Aufteilung der Spielzeit unterstreicht den Wunsch, allen Mitgliedern des Kaders die Chance zu geben, sich zu beweisen und ihren Wert für das Team unter Beweis zu stellen. Es handelt sich also nicht um eine vollständige Trainingssession, sondern um eine gezielte Einbindung ausgewählter Kräfte.

Ein event für fans und dfb-mitarbeiter
Nagelsmann betonte zudem, dass das Spiel vor einer kleinen Zuschauerkapazität stattfinden wird, bestehend aus Gewinnern eines Wettbewerbs und Mitarbeitern des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). „Das wird nochmal die nächste Aufgabe für uns“, so der Bundestrainer, der gleichzeitig ein „kleines Event“ ankündigte, um die Spieler auch mental auf die bevorstehenden Herausforderungen vorzubereiten. Die psychologische Komponente scheint dabei genauso wichtig zu sein wie die körperliche.
Die Reise in die USA ist für Dienstag geplant. Vor dem Abflug steht am 6. Juni in Chicago noch ein letzter Test gegen den Co-Gastgeber an. Die Tore im letzten Testspiel gegen Finnland erzielten Deniz Undav (34., 57.), Florian Wirtz (48.) und Jamal Musiala (63.). Die Leistung von Undav war besonders hervorstechend und könnte seine Position im Team weiter festigen.
Die Stimmung im Team ist dennoch gut, wie Kimmich nach dem Spiel betonte: „Das ist das Größte, was es gibt!“ Ein klares Bekenntnis zum Turnier und ein Zeichen für den Zusammenhalt der Mannschaft.
